Kreis Ostholstein plant zweites Frauenhaus
Der Kreis Ostholstein plant die Errichtung eines zweiten Frauenhauses mit 24 Plätzen für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen. Ein entsprechender Beschluss zur Kapazitätserweiterung wurde bereits im November 2023 gefasst.

Der Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein beabsichtigt, ein zweites Frauenhaus zu errichten, um dem steigenden Bedarf an Schutzunterkünften für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen gerecht zu werden. Die neue Einrichtung soll 24 Plätze für Frauen und deren Kinder bieten.
Die Kapazitäten der bestehenden Frauenhäuser im Kreisgebiet sind ausgelastet, sodass nicht jede schutzsuchende Frau einen Platz findet. Diese angespannte Situation ist auch in der nahegelegenen Stadt Lübeck zu beobachten, wo jährlich rund 700 Frauen Schutz suchen, aber etwa 600 abgewiesen werden müssen, wie die städtische Gleichstellungsbeauftragte berichtet.
Bereits im November 2023 hatte der Haupt- und Finanzausschuss des Kreises Ostholstein eine Erweiterung der Frauenhauskapazitäten beschlossen. Der Bau und die Fertigstellung des neuen Hauses sind voraussichtlich bis 2027 geplant. Eine Förderung durch das Land wird erwartet.
Der Kreis Ostholstein sucht nun nach Trägervereinen und Institutionen, die die Verantwortung für den Betrieb des zukünftigen Frauenhauses übernehmen möchten. Die Maßnahme unterstreicht die fortwährende Bedeutung von Schutzangeboten für Opfer häuslicher Gewalt.