Outokumpu und Adven verdoppeln Rückgewinnung von Abwärme in Avesta
Outokumpu und Adven investieren 50 Millionen SEK in neue Technologie zur Verdoppelung der Abwärmerückgewinnung aus dem Stahlwerk Avesta.

Outokumpu und Adven bauen ihre Zusammenarbeit zur Steigerung der Rückgewinnung von Abwärme aus dem Stahlwerk von Outokumpu in Avesta, Schweden, aus. Die Initiative zielt darauf ab, die Menge der an das lokale Fernwärmenetz gelieferten wiedergewonnenen Abwärme zu verdoppeln, wodurch Kohlendioxidemissionen reduziert und die Flexibilität des Energiesystems erhöht werden.
Die neue Investition in Höhe von rund 50 Millionen SEK ermöglicht den Einsatz von Technologie zur Erfassung von Wärme aus Glühöfen im Kaltwalzwerk, Wärme, die zuvor abgeleitet und verloren ging. Ziel ist es, die jährliche Menge der wiedergewonnenen Abwärme von derzeit 40 GWh auf über 80 GWh zu erhöhen. Dies entspricht dem Energiebedarf von etwa 4.000 Einfamilienhäusern und deckt ein Drittel des gesamten Wärmebedarfs von Avesta.
"Dies ist ein klares Beispiel dafür, wie die Industrie zum Klimawandel beitragen kann", erklärte Rickard Eriksson, Standortleiter bei Outokumpu in Avesta. "Anstatt Wärme aus unserem Prozess abzuleiten, können wir sie nun nachhaltiger zur Beheizung von ganz Avesta nutzen."
Henrik Johansson Casimiro von Adven betonte, dass das Projekt den Brennstoffverbrauch reduziert, indem es den Bedarf an der Verbrennung von Abfällen und Biokraftstoffen senkt. Die erhöhte Abwärme wird voraussichtlich die Kohlendioxidemissionen um etwa 10.000 Tonnen pro Jahr senken. Darüber hinaus wird sie die Betriebszeiten der Kessel im Heizkraftwerk Avesta reduzieren, insbesondere im Sommer, und so die Energienutzung optimieren.
Die neue Lösung zur Abwärme soll im Frühjahr 2026 in Betrieb genommen werden. Sie wird die Energiewende in Avesta unterstützen, indem sie direkte Brennstoffe durch Abwärme ersetzt und durch Ressourceneffizienz eine Kreislaufwirtschaft fördert.