Outokumpu Oyj: Personalverhandlungen abgeschlossen – bis zu 1000 Stellen werden abgebaut
Der Stahlhersteller Outokumpu Oyj hat seine Verhandlungen mit den Arbeitnehmern abgeschlossen, die auf Kosteneinsparungen durch Umstrukturierungen und einen Abbau von rund 1000 Arbeitsplätzen abzielen.

Outokumpu Oyj hat die im November 2020 eingeleiteten Verhandlungen mit den Arbeitnehmern in ausgewählten Betrieben abgeschlossen. Ziel der Umstrukturierungsmaßnahmen ist es, Kosteneinsparungen zu erzielen und die Belegschaft um voraussichtlich rund 1000 Mitarbeiter zu reduzieren.
Infolgedessen wird Outokumpu die Mitarbeiterzahl in Finnland um 250, in Deutschland um 230 und in Schweden um 170 senken. Zusätzliche Personalreduzierungen von etwa 250 Mitarbeitern sind bereits in den europäischen und amerikanischen Betrieben des Unternehmens im Gange. Die angestrebte Reduzierung von insgesamt 1000 Stellen wird größtenteils bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Bis 2022 strebt Outokumpu eine Belegschaft von unter 9000 Mitarbeitern an.
Das Unternehmen begründet diese Schritte mit der herausfordernden Marktlage, dem anhaltenden hohen Importdruck in Europa und den globalen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Um die Kostenwettbewerbsfähigkeit zu sichern, sei eine Senkung der Fixkosten, zu denen Personalkosten maßgeblich beitragen, unerlässlich.
Die Stellenkürzungen sind Teil der Strategie von Outokumpu zur Erreichung der finanziellen Ziele der ersten Phase, darunter eine Verbesserung des EBITDA um 200 Millionen Euro und ein Nettoverschuldungsgrad von unter 3,0x bis Ende 2022. Die Personalreduzierungen sollen jährliche Einsparungen von rund 70 Millionen Euro generieren, davon 60 Millionen Euro aus direkten Personalkosten. Die Restrukturierungskosten belaufen sich auf 75–80 Millionen Euro, wobei der Großteil der Auszahlungen im Laufe des Jahres 2021 erwartet wird.