Outokumpu beleuchtet die Geschichte von Duplex-Edelstahl
Outokumpu, ein globaler Hersteller von Edelstahl, hat die 90-jährige Geschichte von Duplex-Edelstahl erläutert. Die ersten Duplex-Sorten wurden 1930 in Schweden von Avesta Jernverks AB entwickelt.

Outokumpu Oyj, ein führender Hersteller von Edelstahl, hat die neunjährige Geschichte von Duplex-Edelstahl beleuchtet und damit das 90-jährige Jubiläum dieses Materials im Jahr 2020 gefeiert. Die ursprüngliche Entwicklung von Duplex-Edelstahl mit seiner kombinierten ferritischen und austenitischen Mikrostruktur fand 1930 bei Avesta Jernverks AB in Schweden statt, das heute zu Outokumpu gehört.
Diese frühen Duplex-Sorten wurden entwickelt, um Probleme mit interkristalliner Korrosion bei ferritischen Edelstählen zu lösen. Sie fanden Anwendung in Gussstücken, Stangen und Platten, hauptsächlich für die Zellstoff- und Papierindustrie sowie für Hochtemperaturanwendungen, dank ihrer Korrosionsbeständigkeit und Gießbarkeit. Bereits 1932 machten Duplex-Stähle 6,5 % des weltweiten Edelstahlmarktes von 5.500 Tonnen aus.
Fortschritte in den 1950er und 1970er Jahren führten zu verbesserten Generationen von Duplex-Stählen. Der erhöhte Stickstoffgehalt verbesserte die Duktilität, Schweißbarkeit und Beständigkeit gegen Lochfraßkorrosion. Dies führte zur Entwicklung von "Super Duplex"-Sorten in den 1970er und 1980er Jahren, die durch höhere Legierungsanteile (Chrom, Molybdän, Nickel, Kupfer) eine überlegene Korrosionsbeständigkeit boten und für anspruchsvolle Branchen wie die Offshore-Öl- und Gasindustrie geeignet waren.
Mitte der 1980er Jahre wurden "Lean Duplex"-Sorten, wie Outokumpus Forta LDX 2101, entwickelt, um die Rohstoffkosten zu senken, während Festigkeit und Korrosionsleistung beibehalten wurden. Neuere Innovationen konzentrieren sich auch auf die Verbesserung der Umformbarkeit von Duplex-Stählen, was die Herstellung komplexerer und leichterer Bauteile ermöglicht.