Outokumpu meldet gestiegene Q1-Gewinne dank günstigerer Marktbedingungen
Der Stahlhersteller Outokumpu Oyj verzeichnete im ersten Quartal 2026 eine verbesserte Geschäftsentwicklung. Das bereinigte EBITDA stieg auf 65 Millionen Euro, gestützt durch höhere Liefervolumina und durchschnittliche Edelstahlpreise.

Der finnische Stahlhersteller Outokumpu Oyj meldete für das erste Quartal 2026 einen Anstieg des bereinigten EBITDA auf 65 Millionen Euro, eine deutliche Steigerung gegenüber 10 Millionen Euro im Vorquartal. Die Verbesserung wurde auf eine höhere Profitabilität im Europageschäft aufgrund höherer Liefervolumina und eine stärkere Leistung im Amerikageschäft, gestützt durch gestiegene durchschnittliche Edelstahlpreise, zurückgeführt.
Der Edelstahlmarkt zeigte im Berichtszeitraum eine verbesserte Aktivität, beeinflusst durch saisonale Nachfrage und den europäischen Grenzausgleichsmechanismus für CO2 (CBAM). Die Edelstahl-Lieferungen von Outokumpu stiegen im Vergleich zum vierten Quartal 2025 um 27 % auf 465.000 Tonnen. Der Ferrokrommarkt blieb ausgewogen, was zu Preissteigerungen führte und die emissionsarmen europäischen Produkte des Unternehmens begünstigte. Die Ferrokrom-Lieferungen stiegen um 17 % auf 110.000 Tonnen.
Trotz der positiven Trends waren die Ergebnisse des Unternehmens weiterhin von Implementierungsrückständen im Zusammenhang mit einer neuen Lieferkettenlösung beeinträchtigt. Der operative Cashflow stärkte sich auf 85 Millionen Euro, bei einem Rückgang der Nettoverschuldung auf 241 Millionen Euro. Das Restrukturierungsprogramm des Unternehmens, das auf jährliche Kosteneinsparungen von 100 Millionen Euro bis Ende 2027 abzielt, schreitet planmäßig voran.
Outokumpu treibt seine EVOLVE-Wachstumsstrategie voran, einschließlich des Baus einer Pilotanlage in den USA für die Produktion von CO2-armem Ferrokrom und Chrommetall, die im ersten Halbjahr 2027 in Betrieb genommen werden soll. Das Unternehmen entwickelt zudem Spezialferrokromprodukte mit höheren Margen, startet eine Initiative für Kreislaufwirtschaft in seiner Kemi-Mine und prüft potenzielle Investitionen in sein Werk in Tornio und die Schmelze in Avesta zur Expansion in Hoch-Nickel-Legierungen.