Über 300 Neutronenforscher trafen sich zum gemeinsamen ESS/ILL-Nutzertreffen in Lund
European Spallation Source (ESS) und Institut Laue-Langevin (ILL) veranstalteten ihr gemeinsames Nutzertreffen in Lund, Schweden, mit über 300 teilnehmenden Neutronenforschern. Die Veranstaltung präsentierte Fortschritte in der Neutronenforschung und Updates zu den Anlagen.

Über 300 Neutronenforscher versammelten sich in Lund, Schweden, zum gemeinsamen Nutzertreffen der European Spallation Source (ESS) und des Institut Laue-Langevin (ILL), das erstmals in Lund stattfand.
Die dreitägige Konferenz diente als Plattform für Zusammenarbeit und Wissensaustausch unter europäischen Wissenschaftlern aus Wissenschaft und Industrie. Die Teilnehmer präsentierten die neuesten Fortschritte, die durch Neutronen in Bereichen wie Biowissenschaften, Umweltforschung, intelligente Materialien und Energielösungen ermöglicht wurden, sowie Aktualisierungen zum Status und zu zukünftigen Möglichkeiten beider Einrichtungen.
Das diesjährige Treffen in Lund bot den Teilnehmern einen direkten Einblick in die ESS-Forschungsanlage, einschließlich Führungen durch den Beschleuniger- und Zielbereich. Poster-Sitzungen ermöglichten detaillierte Diskussionen über laufende Fortschritte und Entwicklungen bei der Instrumentierung, wobei Anlagenmitarbeiter Erklärungen abgaben und Fragen beantworteten.
„Es ist eine große Freude, Neutronenforscher aus aller Welt in Lund und am ESS begrüßen zu dürfen“, sagte Helmut Schober, Generaldirektor des ESS. „Die einzigartigen Werkzeuge und die Leistungsfähigkeit des ESS, gepaart mit einer starken wissenschaftlichen Gemeinschaft und verbesserter Zusammenarbeit, bieten die notwendigen Voraussetzungen dafür, dass Europa seine Führung in diesem entscheidenden Forschungsbereich behaupten kann.“
Die Diskussionen umfassten eine Reihe wissenschaftlicher Themen, darunter mRNA-Technologie, die Funktion von Proteinen im SARS-CoV-2-Virus, Kohlenstoffabscheidung, supraleitende Materialien, Batterien, Brennstoffzellen und Marsmeteoriten. Die ESS-ILL-Nutzertreffen finden alle zwei Jahre statt, um den wissenschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern.