Über 2.400 kg Speck in den USA zurückgerufen – wegen fehlender Importinspektion
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat einen landesweiten Rückruf von über 2.400 kg kanadischem Speck angeordnet und ihn als Rückruf der höchsten Gefahrenstufe „Klasse I“ eingestuft.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat einen landesweiten Rückruf von mehr als 2.400 kg ("12.000 Pfund") an "Not Ready-To-Eat" (NRTE) Speckprodukten angeordnet, die aus Kanada importiert wurden. Der Rückruf betrifft Produkte von Maple Leaf Foods, einem großen kanadischen Fleischverarbeiter, und wurde als Rückruf der „Klasse I“ eingestuft, was die höchste Risikostufe bedeutet.
Der Grund für den Rückruf liegt nicht in einer Verunreinigung oder einem Qualitätsproblem des Specks selbst. Vielmehr unterlagen die Produkte keiner vorgeschriebenen erneuten Importinspektion durch den Food Safety and Inspection Service (FSIS) an der US-Grenze. Diese Nachinspektion ist ein wichtiger Schritt, der gesetzlich vorgeschrieben ist, um die Sicherheit importierter Lebensmittel zu gewährleisten.
Der FSIS stuft Rückrufe in drei Kategorien ein. Ein Rückruf der Klasse I kennzeichnet eine Gesundheitsschutzgefährdung, bei der eine begründete Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Verzehr des Produkts schwerwiegende nachteilige Gesundheitsfolgen oder den Tod zur Folge haben kann. In diesem Fall wird die Einstufung als Klasse I vorgenommen, da die Sicherheit der Produkte aufgrund der versäumten Inspektion nicht verifiziert werden konnte.
Ein Sprecher von Maple Leaf Foods erklärte, das Problem sei ausschließlich eine Frage der „fehlenden Papierprüfung an der Grenze“ und dass „das Produkt selbst keine menschlichen Krankheiten verursachen wird“. Der zurückgerufene Speck wurde über bestimmte Händler und Einzelhändler in Idaho, Oregon und Washington verkauft. Verbrauchern wird geraten, das Produkt nicht zu verzehren und es entweder zu entsorgen oder an den Kaufort zurückzugeben.