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Gesundheit

Sexuell übertragbare Infektionen: Globale Verbreitung und Gesundheitsfolgen

Täglich infizieren sich über eine Million Menschen mit sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs), die meist heilbar, aber oft symptomlos sind. 2020 wurden schätzungsweise 374 Millionen neue Fälle von vier heilbaren STIs verzeichnet.

3. Juni 2026
Sexuell übertragbare Infektionen: Globale Verbreitung und Gesundheitsfolgen

Weltweit infiziert sich täglich mehr als eine Million Menschen mit sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs), von denen die meisten heilbar, aber oft asymptomatisch sind. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden im Jahr 2020 schätzungsweise 374 Millionen Neuinfektionen von vier heilbaren STIs registriert: Chlamydien, Gonorrhö, Syphilis und Trichomoniasis.

Diese Infektionen, verursacht durch Bakterien, Viren und Parasiten, werden primär durch sexuelle Kontakte übertragen. Einige STIs können auch von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit übertragen werden. Acht Hauptpathogene sind für die erhebliche Last der STI-Infektionen verantwortlich. Während bakterielle Infektionen wie Syphilis, Chlamydien, Trichomoniasis und Gonorrhö behandelbar sind, erfordern virale Infektionen wie Hepatitis B, Herpes, HIV und HPV eine fortlaufende Behandlung oder Bewältigung.

STIs können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, darunter Unfruchtbarkeit, Gebärmutterhalskrebs und ein erhöhtes Risiko für HIV. Im Jahr 2022 infizierten sich schätzungsweise 8 Millionen Erwachsene mit Syphilis, und etwa 13 % der Personen im Alter von 15–49 Jahren lebten mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 2. HPV-Infektionen waren jährlich für über 311.000 Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs verantwortlich.

Impfungen gegen Hepatitis B und HPV bieten einen wirksamen Schutz vor diesen Virusinfektionen. Die konsequente und korrekte Verwendung von Kondomen bleibt eine wichtige Präventionsmaßnahme gegen die meisten STIs, obwohl sie keinen Schutz vor Infektionen bieten, die Geschwüre außerhalb der Genitalien verursachen. Die Entwicklung von Behandlungen und Impfstoffen gegen andere STIs ist weiterhin eine Priorität für globale Gesundheitsinitiativen.

Originalquelle: who.int