OVID-Studie bewertet n-Hexan-Emissionen um Ölmühlen
Der Verband der Ölsaaten verarbeitenden Industrie (OVID) hat eine toxikologische Bewertung von n-Hexan-Emissionen rund um Ölmühlen veröffentlicht. Die Studie untersucht gesundheitliche Risiken bei verschiedenen Konzentrationen.

Der Verband der Ölsaaten verarbeitenden Industrie in Deutschland e.V. (OVID) hat eine umweltmedizinisch-toxikologische Bewertung der n-Hexan-Emissionen im Umfeld von Extraktionsölmühlen veröffentlicht. Die Untersuchung wurde von Professor Dr. Ulrich Ewers erstellt und soll als Grundlage für die Festlegung von Emissionsgrenzwerten dienen.
Die Studie analysiert die toxischen Eigenschaften von n-Hexan. Bei akuter Exposition, insbesondere in hohen Konzentrationen, kann die Substanz Augen, obere Atemwege und Haut reizen. Längere Exposition gegenüber hohen Konzentrationen kann zu Schäden am zentralen und peripheren Nervensystem führen. Von einer Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit oder krebserzeugenden Wirkungen gibt es laut der Bewertung keine Hinweise, wobei dies bei sehr hohen Konzentrationen im Tierversuch diskutiert wird.
Der Bericht untersucht auch, welche Konzentrationen in der Umgebungsluft als gesundheitlich unbedenklich einzustufen sind. Hierbei wird auf Verdünnungseffekte in der Atmosphäre und die Eignung von Ausbreitungsrechnungen zur Abschätzung der Immissionskonzentrationen eingegangen.
Die Beurteilung basiert maßgeblich auf einem Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Rahmen der REACH-Verordnung sowie weiteren toxikologischen Daten. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, dass Grenzwerte festgelegt werden, die weder bei Anwohnern noch bei Arbeitnehmern zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.