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Gesundheit

Parasitäre Infektion kann bei Kortikosteroid-Gabe tödlich verlaufen

Die parasitäre Infektion Strongyloides stercoralis kann tödlich verlaufen, wenn ein Patient mit Kortikosteroiden behandelt wird. Dieses Risiko wird während der COVID-19-Pandemie hervorgehoben, in der diese Steroide als Behandlung eingesetzt werden.

10. Juni 2026
Parasitäre Infektion kann bei Kortikosteroid-Gabe tödlich verlaufen

Die Notwendigkeit, bei der Verabreichung von Kortikosteroiden an Patienten mit der gefährlichen parasitären Infektion Strongyloidiasis wachsam zu sein, wurde unterstrichen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betonte im Dezember 2020, dass medizinisches Fachpersonal in tropischen und subtropischen Regionen oder in der Versorgung von Patienten, die in solche Gebiete gereist sind, sich der potenziell tödlichen Folgen bewusst sein muss.

Strongyloidiasis, das durch Kontakt mit kontaminiertem Boden erworben wird, betrifft schätzungsweise Millionen von Menschen weltweit, oft in marginalisierten Gemeinschaften. Während die Infektion häufig asymptomatisch verläuft, kann eine Immunsuppression, die durch Zustände wie AIDS, Lymphome, Leukämie oder langjährigen Kortikosteroidgebrauch verursacht wird, zu einem schweren und tödlichen "Hyperinfektionssyndrom" führen.

Die COVID-19-Pandemie hat die Risiken der Kortikosteroidbehandlung in den Vordergrund gerückt. Während Kortikosteroide die Sterblichkeitsrate bei COVID-19-Patienten verbessert haben, kann diese Behandlung bei Personen mit einer gleichzeitigen, unbehandelten Strongyloidiasis-Infektion eine Hyperinfektion auslösen. Über die Pandemie hinaus hat die Anwendung von Kortikosteroiden auch bei der Behandlung chronischer Erkrankungen wie Asthma und rheumatischen Erkrankungen zugenommen, was die Risikogruppe erweitert.

Präventive Maßnahmen sind entscheidend. Trotz potenzieller Einschränkungen bei diagnostischen Werkzeugen in einigen Regionen ist eine hohe klinische Aufmerksamkeit unerlässlich. In den USA wurde eine Behandlungsvermutung mit Ivermectin für Flüchtlinge aus endemischen Gebieten eingeführt. Richtlinien für die präventive Behandlung von Risikogruppen wurden auch von Kanada und dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten veröffentlicht. Die Aufnahme von Ivermectin in Massenbehandlungsprogramme sollte ebenfalls in Erwägung gezogen werden.

Originalquelle: who.int