Paris verschärft Regeln für E-Scooter: Helm und Warnweste werden Pflicht
Paris hat neue Vorschriften für E-Scooter auf öffentlichen Straßen erlassen. Fahrer müssen nun Helme und Warnwesten tragen. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 170 Euro geahndet.

Paris, Frankreich – Die französische Hauptstadt verschärft die Regeln für die Nutzung von E-Scootern im öffentlichen Straßenverkehr. Gemäß der neuesten Verordnung der Stadt sind alle Fahrer von E-Scootern und ähnlichen persönlichen Mobilitätsgeräten verpflichtet, gleichzeitig einen genehmigten Helm und eine leuchtende Warnweste zu tragen.
Die neuen Bestimmungen zielen darauf ab, die zunehmende Zahl von Unfällen mit E-Scootern einzudämmen. Wer gegen die Helmpflicht verstößt, muss mit einem Bußgeld von 135 Euro rechnen. Das Fehlen einer Warnweste oder vergleichbarer sichtbarkeitsfördernder Kleidung wird mit 35 Euro geahndet. Die Strafen können kombiniert werden, sodass die maximale Strafe bis zu 170 Euro beträgt.
Diese Maßnahmen erfolgen als Reaktion auf wachsende Sicherheitsbedenken. Nach Angaben der französischen Verkehrssicherheitsbehörde kamen im vergangenen Jahr 79 Menschen bei Unfällen mit E-Scootern ums Leben. Allein in Paris wurden 1.100 Personen verletzt, was einem Anstieg von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Paris hat in der Vergangenheit bereits einschneidende Maßnahmen zur Regulierung von E-Scootern ergriffen. Im Jahr 2023 verbot die Stadt Sharing-Dienste für E-Scooter, erlaubte jedoch weiterhin privat owned E-Scootern die Teilnahme am Straßenverkehr. Schätzungen zufolge gibt es in Frankreich etwa 2,5 Millionen privat owned E-Scooter, und weitere Verkäufe werden erwartet.