Parlamentarischer Ausschuss fordert Gesetz für digitalen Wettbewerb und E-Commerce-Kodex
Indiens Finanzausschuss hat die Finalisierung eines Gesetzes für digitalen Wettbewerb (DCB) und die Einführung eines Verhaltenskodex für E-Commerce empfohlen, wobei eine proaktive Regulierung der digitalen Märkte gefordert wird.

Indiens Ständiger Finanzausschuss hat die Regierung aufgefordert, das Gesetz für digitalen Wettbewerb (Digital Competition Bill, DCB) zu finalisieren und seinen Geltungsbereich auf virtuelle Assistenten und Cloud-Dienste auszuweiten. Der Ausschuss spricht sich für eine Verlagerung hin zu einer proaktiven, ex-ante-Regulierung der digitalen Märkte aus, um die Dominanz großer Plattformen einzudämmen.
Die Empfehlungen, die im 37. Bericht des Ausschusses dargelegt und am 10. August 2026 dem Parlament vorgelegt wurden, fordern auch einen Verhaltenskodex für den E-Commerce. Dieser Kodex würde Plattformneutralität, algorithmische Transparenz und diskriminierungsfreien Datenzugang für kleinere Unternehmen regeln. Darüber hinaus schlägt der Bericht Änderungen am vorgeschlagenen Rahmen für systemisch wichtige digitale Unternehmen (SSDE) und eine Erhöhung der Ressourcen für die indische Wettbewerbskommission (CCI) vor.
Der Ausschuss erklärte, dass der derzeitige Ex-post-Rahmen für die Durchsetzung von Wettbewerbsgesetzen in der sich schnell entwickelnden digitalen Wirtschaft ineffektiv sei. Er argumentierte, dass Netzwerkeffekte und Datenvorteile die Wirtschaftsmacht bei großen Plattformen konzentriert hätten, die als "Gatekeeper" fungieren. Der Ausschuss betonte jedoch die Notwendigkeit eines nuancierten Ansatzes, der pauschale Verbote vermeidet und kontextspezifische Bewertungen zulässt.
Der Bericht fordert insbesondere die Aufnahme von virtuellen Assistenten, die derzeit vom Gesetzesentwurf ausgenommen sind, im Einklang mit globalen Praktiken. Er fordert außerdem die Stärkung der Kapazitäten der CCI zur Analyse von "Big Data", zum Verständnis von "algorithmischem Design" und zur Bewertung der Auswirkungen von "Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen" auf Wettbewerb und Verbraucher. Der Ausschuss hob erhebliche Personalengpässe innerhalb der CCI hervor und forderte deren Umstrukturierung sowie die Schaffung spezialisierter Positionen in ihrer Abteilung für digitale Märkte.