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Sachsen-Anhalts Parteien wollen Vertrauen stärken

Nur knapp die Hälfte der Sachsen-Anhalter gilt als "solider Demokrat". Politische Parteien des Landes legen nun Pläne zur Stärkung des Vertrauens vor.

25. September 2026
Sachsen-Anhalts Parteien wollen Vertrauen stärken

Nur 43,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt bezeichnen sich laut einer Langzeitstudie als "solide Demokraten". Dieses Ergebnis gibt Anlass zur Sorge, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen.

Die Untersuchung zeigt zudem, dass 54 Prozent der Befragten als "fragile Demokraten" gelten. Sie schließen antidemokratische Systeme wie ein Einparteiensystem oder einen starken Führer nicht gänzlich aus. Dieser Umstand ist angesichts der deutschen Geschichte besonders bedenklich.

Als mögliche Ursachen für die Unzufriedenheit werden die wirtschaftliche Lage des Landes, das Misstrauen gegenüber der Landesregierung und dem Parteiensystem genannt. Wenn der Staat im Alltag nicht liefert – sei es bei der öffentlichen Daseinsvorsorge oder durch langsame Behördenabläufe – schwindet der Glaube an die Demokratie.

Die politischen Parteien im Land wollen dieser Vertrauenskrise nun mit konkreten Lösungsansätzen begegnen. Ziel ist es, den Glauben an das demokratische System zu festigen und die Verbindung zwischen Politik und Bürgern zu verbessern.

Originalquelle: mdr.de