Pastor verklagt OpenAI – behauptet, ChatGPT habe Behandlung verzögert
Ein ehemaliger Pastor, Scott Winters, hat OpenAI und CEO Sam Altman verklagt. Er behauptet, ChatGPT habe fehlerhafte Ratschläge gegeben, die zur Verzögerung der Behandlung eines lebensbedrohlichen Blutgerinnsels führten.

San Francisco – Ein ehemaliger Pastor aus Florida hat OpenAI und dessen CEO Sam Altman verklagt. Er behauptet, ChatGPT habe ihn falsch beraten, wodurch sich die Behandlung einer lebensbedrohlichen Lungenembolie verzögert habe. Scott Winters reichte die Klage am Mittwoch beim Superior Court von San Francisco ein.
Die Klageschrift besagt, dass Winters ChatGPT über mehrere Monate hinweg für gesundheitliche Bedenken konsultierte. Er ist der Ansicht, dass der KI-Chatbot fehlerhafte und gefährliche Ratschläge erteilt habe. Dies habe dazu geführt, dass er ärztliche Hilfe hinauszögerte, bis er im Juli 2025 mit einer massiven Lungenembolie auf die Intensivstation eingeliefert wurde.
Dieser Fall stellt eine gängige Verteidigungsstrategie in der Konsum-KI-Branche in Frage: dass Chatbots als Informationswerkzeuge dienen und keine medizinischen Fachkräfte ersetzen. OpenAI führte im Januar ChatGPT Health ein, das es Nutzern ermöglicht, medizinische Daten und Wellness-Informationen zu verknüpfen. Das Unternehmen gibt jedoch an, dass die Funktion nicht zur Diagnose oder Behandlung bestimmt ist.
Winters' Klage beschuldigt OpenAI und Altman der Fahrlässigkeit und der unbefugten Ausübung der Heilkunde. Er fordert Schadensersatz, strengere medizinische Schutzmaßnahmen und eine richterliche Anordnung, die die Nutzung von ChatGPT Health blockiert, bis unabhängige Gutachter die Sicherheit bestätigt haben.