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Gesundheit

Patientenvertreter kritisiert Einsatz von KI in der Krankenversicherung

Der langjährige Krebspatient Jonathan Gluck fordert Krankenversicherer auf, auf KI-gestützte Kundendienstsysteme zu verzichten, um die menschliche Komponente in der Patientenversorgung zu wahren.

20. Oktober 2026
Patientenvertreter kritisiert Einsatz von KI in der Krankenversicherung

Jonathan Gluck, ein Patient, der seit über 22 Jahren mit dem Multiplen Myelom lebt, hat sich kritisch gegen den zunehmenden Einsatz von KI-gestützten Kundendienstmitarbeitern bei Krankenversicherungen ausgesprochen. Seiner Ansicht nach gefährdet die Automatisierung von Prozessen wie Vorabgenehmigungen und Leistungsabrechnungen den Zugang zu notwendigen medizinischen Behandlungen.

Während Versicherungsunternehmen KI vermehrt einsetzen, um Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen zu erzielen, betont Gluck die Notwendigkeit menschlicher Ansprechpartner in einem ohnehin bürokratisch komplexen Gesundheitssystem. Er argumentiert, dass automatisierte Systeme die feinen, aber entscheidenden Nuancen in medizinischen Sachverhalten oft nicht erfassen können, was zu Verzögerungen oder ungerechtfertigten Ablehnungen führt.

Der Appell unterstreicht, dass die Bewältigung des Versicherungsalltags für schwerkranke Patienten eine enorme Belastung darstellt. Laut Gluck ist die Interaktion mit einem verständnisvollen menschlichen Mitarbeiter oft der entscheidende Faktor, um bürokratische Hürden zu überwinden. Der Wegfall dieses Kontakts zugunsten algorithmischer Systeme könnte den Zugang zu lebenswichtigen Leistungen weiter erschweren.

Originalquelle: fastcompany.com