Patria nimmt Betrieb von F100-Triebwerken auf belgischer Luftwaffenbasis auf
Patrias belgische Einheit hat den Betrieb zur Wartung, Reparatur und Überholung von Pratt & Whitney F100-Triebwerken für F-16 und F-15 Kampfjets auf der Luftwaffenbasis Florennes aufgenommen. Das neue Betriebsmodell erhöht die Flexibilität und Personalauslastung.

Das Verteidigungs- und Sicherheitsunternehmen Patria hat den Betrieb für die Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) von F100-Triebwerken auf dem belgischen Luftwaffenstützpunkt Florennes aufgenommen. Diese Erweiterung vertieft die Zusammenarbeit zwischen Patrias PBEC-Einheit, die sich auf F-16- und F-15-Kampftriebwerke konzentriert, und den belgischen Streitkräften.
Das neue, im September 2020 initiierte Betriebsmodell ermöglicht es Patria-Mitarbeitern, direkt in den Einrichtungen des Luftwaffenstützpunkts tätig zu sein. Zuvor erforderte die Demontage und Wiederanbringung von Triebwerksmodulen vom Flugzeug die Beteiligung von Luftwaffenmechanikern. Nun ist Patria direkt vor Ort für diese Arbeitsphasen verantwortlich, was die operative Einsatzbereitschaft von F-16-Kampfflugzeugen verbessert und die Flexibilität beim Personaleinsatz erhöht.
„Das neue Betriebsmodell zeigt, dass die belgischen Streitkräfte großes Vertrauen in unsere Tätigkeit haben. Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit den Streitkräften zusammen. Dies ist ein natürlicher Schritt in der Weiterentwicklung unserer Kooperation“, sagte Manu Sidiropoulos, General Manager von PBEC.
Derzeit sind vier Patria-Mitarbeiter in diesem neuen Betriebsmodell tätig, mit Plänen, in den kommenden Jahren zusätzliches Personal einzustellen. Das Konzept wird auch als Reaktion auf ähnliche Herausforderungen bei anderen Luftwaffen angesehen, wie den Ruhestand von Spezialisten und die Notwendigkeit, kritische Funktionen bei der Einführung neuer Flugzeugtypen zu sichern.