Zahlung von Hacker-Lösegeld führt oft zu wiederholten Forderungen
Ein neuer Bericht zeigt, dass über ein Drittel der Unternehmen, die Lösegeld zahlten, erneut von Hackern kontaktiert wurden. Die Kriminellen kehren häufig zurück und fordern mehr.

Unternehmen, die Lösegeldzahlungen an Hacker leisten, werden mit erhöhter Wahrscheinlichkeit erneut angegriffen. Laut einem neuen Bericht des Cybersicherheitsunternehmens Proofpoint wurden 34 % der Organisationen, die Lösegeld zahlten, anschließend mit einer zweiten Erpressungsforderung konfrontiert.
Die Umfrage unter 953 Unternehmen bestätigt eine langjährige Erkenntnis in der Cybersicherheitsbranche: Verhandlungen mit Erpressern sind oft zwecklos, da die Angreifer wenig Anreiz haben, ihre Forderungen einzustellen, sobald eine Zahlung erfolgt ist.
Die Daten von Proofpoint deuten darauf hin, dass Ransomware- und Erpressungsangriffe sich von einmaligen Transaktionen zu komplexeren Vorgehensweisen entwickelt haben. Angreifer setzen nun mehrere Druckmittel ein, wie z. B. die Androhung von Datenlecks oder erneute Verschlüsselung, um sicherzustellen, dass Opfer erneut zahlen, was einen Kreislauf wiederholter Erpressungen schafft.
Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit robuster Cybersicherheitsmaßnahmen und proaktiver Verteidigung anstelle der Nachgabe von Forderungen. Auch wenn eine Zahlung die schnellste Lösung zu sein scheint, führt sie häufig zu weiteren Komplikationen und erhöht das langfristige Risiko für Organisationen.