Paytm erwartet Mehreinnahmen durch neue UPI-Gebührenstruktur
Nach der Einführung einer 0,4-prozentigen Gebühr auf UPI-Zahlungen über 2.000 Rupien rechnet Paytm mit einem Ergebnisplus von etwa 700 Millionen Rupien pro Jahr.
Der indische Finanzdienstleister Paytm prognostiziert eine Verbesserung seiner Margen bei der Zahlungsabwicklung durch die neue Gebührenregelung der National Payments Corporation of India (NPCI). Ab dem 8. Dezember wird für UPI-Zahlungen über 2.000 Rupien eine Händlergebühr (Merchant Discount Rate, MDR) von 0,4 Prozent erhoben. Finanzvorstand Madhur Deora bezifferte den erwarteten Anstieg des operativen Ergebnisses (EBITDA) auf etwa 700 Millionen Rupien pro Geschäftsjahr.
Unternehmenschef Vijay Shekhar Sharma kündigte an, den Marktanteil bei UPI-Zahlungen auf ein Drittel ausbauen zu wollen. Aktuell hält Paytm 8,1 Prozent des Transaktionsvolumens und liegt damit hinter Wettbewerbern wie PhonePe und Google Pay zurück. Die Wachstumsstrategie soll primär auf Produktinnovationen statt auf kostspielige Marketingmaßnahmen setzen.
Zudem hat Paytm sein Kreditgeschäft auf ein partnergestütztes Modell umgestellt, um das Risiko aus der eigenen Bilanz zu halten. Parallel dazu entwickelt das Unternehmen eine KI-Plattform für Kleinunternehmen, die im kommenden Jahr zur Umsatzsteigerung beitragen soll. Diese Maßnahmen markieren eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens.