Pentagon unterzeichnet 10-Jahres-Softwarevertrag mit Oracle im Wert von bis zu 7 Milliarden Dollar
Das US-Verteidigungsministerium hat einen 10-Jahres-Vertrag mit Oracle im Wert von bis zu 7 Milliarden Dollar angekündigt. Die Vereinbarung umfasst lokale On-Premises-Software für verschiedene Verteidigungsbereiche.

Das Pentagon gab am Donnerstag den Abschluss eines fast 7 Milliarden Dollar schweren Softwarevertrags mit Oracle bekannt, der eine Laufzeit von zehn Jahren hat.
Der Vertrag sieht die Nutzung von Oracle-Software in lokalen Rechenzentren (On-Premises) für verschiedene Militärzweige, die Geheimdienstgemeinschaft und die Küstenwache vor. Die Chief Information Officerin des Verteidigungsministeriums, Kirsten Davies, erklärte, dass die Vereinbarung den Steuerzahlern mindestens 441 Millionen Dollar einsparen wird, indem die Beschaffung lokaler Oracle-Kapazitäten grundlegend verbessert wird.
Oracle-Mitbegründer Larry Ellison ist ein bekannter Unterstützer von Präsident Donald Trump und hat Berichten zufolge 45 Millionen Dollar an eine gemeinnützige Organisation gespendet, die Trumps Präsidentschaftskampagne 2024 unterstützt. Ellison gehörte zu den ersten Gästen im Weißen Haus während Trumps zweiter Amtszeit und war an den Plänen für "Stargate"-Rechenzentren für künstliche Intelligenz in den USA beteiligt.
Trotz dieses Vertrags ist die Oracle-Aktie in diesem Jahr um 38% gefallen, da Investoren befürchten, dass künstliche Intelligenz die Wachstumsaussichten etablierter Softwareunternehmen beeinträchtigen könnte. Das Unternehmen nimmt zudem Schulden in zweistelliger Milliardenhöhe auf, um KI-Rechenzentren auszubauen.
Im Juni meldete Oracle einen Rückgang der vierteljährlichen Softwareumsätze um 2% im Vergleich zum Vorjahr, obwohl seine Datenbanksoftware von großen Unternehmen weit verbreitet ist. Die Cloud-Umsätze stiegen jedoch um 47%, während das Unternehmen die Lieferung von KI-Rechenleistung an Kunden wie OpenAI vorantreibt.