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Gesundheit

Anhaltender finanzieller Stress beschleunigt Gehirnalterung

Eine neue britische Langzeitstudie zeigt, dass anhaltende finanzielle Not zu einer beschleunigten Gehirnalterung und schlechteren kognitiven Leistung im späteren Leben führt.

28. Juli 2026
Anhaltender finanzieller Stress beschleunigt Gehirnalterung

Chronischer Stress aufgrund finanzieller Schwierigkeiten kann zu einer schnelleren Gehirnalterung und beeinträchtigten kognitiven Funktionen beitragen, so eine neue Studie, die in Innovation in Aging veröffentlicht wurde. Die Untersuchung analysierte Daten von fast 2.800 Personen über sieben Jahrzehnte hinweg und untersuchte deren finanzielle Situation und kognitive Fähigkeiten.

Personen, die als junge Erwachsene unter anhaltend niedrigem Einkommen oder finanziellen Schwierigkeiten litten, zeigten im Alter von 53 Jahren eine geringere kognitive Leistungsfähigkeit. Hirnscans zeigten zudem, dass Teilnehmer mit geringerem Einkommen zwischen 69 und 71 Jahren eine stärkere Schrumpfung des Gehirns aufwiesen als Personen, die keine durchgängigen finanziellen Probleme hatten.

Die Forscher betonten, dass die kumulative Wirkung finanzieller Widrigkeiten über viele Jahre hinweg, und nicht vereinzelte Härtefälle, mit den schlechtesten negativen kognitiven Gesundheitsergebnissen verbunden war. Diese Ergebnisse blieben auch nach Berücksichtigung von kindlichen kognitiven Fähigkeiten, Bildungsstand und Benachteiligung in der Kindheit bestehen.

Die Studie kam zu dem Schluss, dass anhaltende finanzielle Widrigkeiten die kognitive Leistung im mittleren und späteren Leben beeinträchtigen und zu Gehirnatrophie führen. Die Auswirkungen waren bei Männern, Personen aus benachteiligten Verhältnissen und bei Personen mit höherer genetischer Veranlagung ausgeprägter. Die Forschung legt nahe, dass die Unterstützung finanziell vulnerabler Erwerbstätiger dazu beitragen könnte, Demenz in einer alternden Bevölkerung zu verhindern.

Originalquelle: fastcompany.com