Pfizer und BioNTech entwickeln erstes mRNA-Impfstoff gegen Gürtelrose
Pfizer und BioNTech arbeiten an der Entwicklung eines potenziellen ersten mRNA-basierten Impfstoffs zur Vorbeugung von Gürtelrose. Klinische Studien sollen in der zweiten Jahreshälfte 2022 beginnen.

Die Pharmaunternehmen Pfizer Inc. und BioNTech SE haben eine neue Zusammenarbeit zur Entwicklung eines potenziellen ersten mRNA-basierten Impfstoffs zur Vorbeugung von Gürtelrose (Herpes Zoster Virus) angekündigt. Die Vereinbarung umfasst Forschung, Entwicklung und Kommerzialisierung.
Die Kooperation nutzt Pfizers proprietäre Antigentechnologie und BioNTechs mRNA-Plattform, die erfolgreich für ihren COVID-19-Impfstoff eingesetzt wurde. Dies ist die dritte Zusammenarbeit der beiden Unternehmen im Bereich Infektionskrankheiten. Gürtelrose betrifft etwa jeden Dritten in den Vereinigten Staaten im Laufe ihres Lebens und kann zu beeinträchtigenden Schmerzen und Entstellungen führen.
Die Entwicklungskosten werden geteilt, und klinische Studien sollen in der zweiten Jahreshälfte 2022 beginnen. Ziel ist die Entwicklung eines Impfstoffs mit verbesserter Wirksamkeit und Verträglichkeit im Vergleich zu bestehenden Optionen sowie eine effizientere globale Produktion.
Pfizer wird die globale Vermarktung des potenziellen Impfstoffs leiten, mit Ausnahme von Deutschland, der Türkei und bestimmten Entwicklungsländern, in denen BioNTech die Rechte innehat. Beide Unternehmen werden die Bruttogewinne aus zukünftigen Produktverkäufen teilen. BioNTech erhält eine Vorauszahlung von 225 Millionen US-Dollar, einschließlich einer Kapitalbeteiligung, und hat Anspruch auf weitere Meilensteinzahlungen.