Pfizer und Imcyse starten Forschungskooperation bei rheumatoider Arthritis
Pfizer Inc. und das belgische Biotechnologieunternehmen Imcyse SA haben eine Forschungskooperation zur Entwicklung neuer Therapien für rheumatoide Arthritis (RA) angekündigt.

Der Pharmariese Pfizer Inc. hat eine Forschungskooperation mit Imcyse SA, einem belgischen Biotechnologieunternehmen, bekannt gegeben. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung neuer Behandlungsansätze für rheumatoide Arthritis (RA). Im Mittelpunkt steht die Imotope™-Technologie von Imcyse, die spezifische modifizierte Peptide nutzt, um Immunzellen anzusprechen, die an Autoimmunerkrankungen beteiligt sind.
Gemäß der Vereinbarung wird Pfizer die Forschungsaktivitäten finanzieren und besitzt eine exklusive Option, für einen begrenzten Zeitraum Lizenzverhandlungen für die Imotope™-Technologie im RA-Bereich aufzunehmen. Darüber hinaus wird Pfizer präklinische Bewertungen eines weiteren Imotope™-Kandidaten von Imcyse durchführen, der auf Multiple Sklerose (MS) abzielt, um den Wirkmechanismus der Technologieplattform besser zu verstehen.
Die Technologie von Imcyse zielt darauf ab, eine spezifische Art von T-Zellen, sogenannte zytolytische T-Zellen, zu induzieren. Diese Zellen sollen aktiv und selektiv die Immunzellen eliminieren, die Autoimmunerkrankungen wie RA und MS antreiben. Der Ansatz zielt darauf ab, die unerwünschte Immunantwort zu stören, ohne das Immunsystem des Patienten breitflächig zu beeinträchtigen.
Rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose sind beides chronische Autoimmunerkrankungen, die weltweit Millionen von Menschen betreffen. Während aktuelle Behandlungen das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen können, gibt es noch keine Heilung. Diese Kooperation wird voraussichtlich die Entwicklung neuer therapeutischer Optionen in diesen wichtigen Bereichen mit ungedecktem medizinischem Bedarf beschleunigen.