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Gesundheit

Pfizer entwickelt neue Hämophilie-Behandlung durch Hemmung des Fibrinolyse

Pfizer erforscht eine neuartige Strategie zur Behandlung von Hämophilie, die darauf abzielt, die natürlichen Mechanismen des Körpers zur Auflösung von Blutgerinnseln zu hemmen, anstatt fehlende Gerinnungsfaktoren zu ersetzen.

19. Juni 2026
Pfizer entwickelt neue Hämophilie-Behandlung durch Hemmung des Fibrinolyse

Pfizer Inc. entwickelt einen neuen Ansatz zur Behandlung von Hämophilie, einer seltenen genetischen Blutgerinnungsstörung. Anstatt die fehlenden Gerinnungsfaktoren des Körpers zu ersetzen, konzentrieren sich die Forscher des Unternehmens auf die Hemmung der natürlichen Prozesse des Körpers, die Blutgerinnsel auflösen.

Traditionell beinhaltet die Behandlung von Hämophilie die Verabreichung von intravenösen Infusionen von Gerinnungsfaktoren, um Blutungen zu verhindern oder zu behandeln. Diese Methode kann belastend sein und erfordert oft mehrere Infusionen pro Woche, insgesamt bis zu 150 pro Jahr, und ist insbesondere für Kinder eine Herausforderung.

Pfizers neuartige Strategie zielt auf den Tissue Factor Pathway Inhibitor (TFPI) ab, ein natürliches Antikoagulans-Protein, das die Gerinnselbildung hemmt. Durch die Entwicklung eines monoklonalen Antikörpers gegen TFPI zielt Pfizer darauf ab, dessen Aktivität zu blockieren. Diese Behandlung wird voraussichtlich durch die Möglichkeit der Selbstverabreichung per Injektion mehr Komfort bieten.

Zusätzlich zu diesem Programm treibt Pfizer auch zwei Gentherapieprogramme für Hämophilie voran. Das übergeordnete Ziel des Unternehmens ist es, vielfältige therapeutische Optionen zu schaffen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Hämophiliepatienten gerecht zu werden.

Originalquelle: pfizer.com