Pfizer startet Phase-1-Studie für IDO1-Hemmer bei Hirntumoren
Pfizer hat eine Phase-1-klinische Studie mit seinem IDO1-Hemmer PF-06840003 bei Patienten mit bösartigen Gliomen begonnen. Die Studie wird die Sicherheit, die maximale verträgliche Dosis und die empfohlene Dosis für Phase 2 untersuchen.

Pfizer Inc. hat eine klinische Phase-1-Studie mit seinem experimentellen IDO1-Hemmer PF-06840003 bei Patienten mit bösartigen Gliomen initiiert. Die Hauptziele dieser Studie sind die Bestimmung der Sicherheit, der maximal verträglichen Dosis (MTD) und der empfohlenen Dosis für Phase 2 des Medikaments. Die Studie wird auch frühe Biomarker der Aktivität überwachen.
Diese Studie stellt einen Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen Pfizer und iTeos Therapeutics dar, die im Dezember 2014 begann. Die Partnerschaft konzentriert sich auf die Entwicklung von Therapeutika, die auf das Immunumfeld des Tumors abzielen. iTeos identifizierte und optimierte PF-06840003, das anschließend basierend auf vielversprechenden präklinischen Daten, einschließlich der Wirksamkeit in verschiedenen Krebsmodellen, an Pfizer lizenziert wurde.
IDO1-Hemmer wirken, indem sie die Indolamin-2,3-dioxygenase (IDO1) ins Visier nehmen, ein Enzym, das mit Immunsuppression bei vielen Krebsarten in Verbindung gebracht wird. Durch die Hemmung von IDO1 zielen diese Medikamente darauf ab, die Fähigkeit des Immunsystems, Tumorzellen zu erkennen und anzugreifen, wiederherzustellen. PF-06840003, ein niedermolekularer Hemmer, hat in präklinischen Modellen Antitumoraktivität gezeigt, insbesondere in Kombination mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren.
Die Phase-1-Studie ist eine offene, multizentrische Studie, die darauf abzielt, die empfohlene Dosis für Phase 2 von oral verabreichtem PF-06840003 festzulegen, das einmal täglich als Monotherapie verabreicht wird. Sekundäre Ziele umfassen die Bewertung der Sicherheit und Verträglichkeit des Medikaments, der Pharmakokinetik und der vorläufigen Antikrebsaktivität. Explorative Ziele werden die Untersuchung von Biomarkern beinhalten.
Dieser Fortschritt in der klinischen Prüfung ist ein wichtiger Schritt in Pfizers Immunonkologie-Pipeline mit dem Ziel, Patienten neue therapeutische Optionen anzubieten. Die Ergebnisse werden die Gestaltung zukünftiger klinischer Studien beeinflussen.