Pfizer fördert Strategien zur Prävention psychischer Erkrankungen
Gesundheitsexperten stellten auf einer Online-Veranstaltung Vorschläge zur besseren Prävention psychischer Erkrankungen vor. Die Prävention müsse früh beginnen.

Das forschende Pharmaunternehmen Pfizer veranstaltete eine Online-Diskussion unter dem Motto „Mentale Gesundheit – raus aus der Defensive!“. Gesundheitsexperten präsentierten dabei Vorschläge, wie die Prävention psychischer Erkrankungen wie Depressionen und Burnout verbessert werden kann. Es wurde betont, dass Prävention die wirksamste Medizin ist und so früh wie möglich beginnen sollte.
Die Zahl psychischer Erkrankungen in Deutschland hat in den letzten Jahren zugenommen, beschleunigt durch Ereignisse wie die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg. Laut dem „DAK-Psychreport“ sind Fehltage aufgrund psychischer Leiden stark gestiegen und stellen mittlerweile die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit dar.
Experten wie Dr. Matthias Albers, Sprecher des Fachausschusses Psychiatrie im Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, forderten, mit der Prävention bereits im Kindergarten und in der Schule zu beginnen. Ziel sei es, Menschen im Umgang mit Stress zu schulen und Strukturen zu schaffen, die unnötigen Stress vermeiden. Stärkung von Familien, sozialen Netzwerken und Gesundheitskompetenz seien dabei zentrale Ansatzpunkte.
Kritisiert wurden die geringen Ausgaben für Prävention und der Mangel an politischer sowie finanzieller Unterstützung. Diana Stöcker, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestags, forderte dringend eine Erhöhung der Kassenzulassungen für Psychotherapeuten, insbesondere für Kinder und Jugendliche und im ländlichen Raum. Sie bemängelte auch, dass die Gelder für Prävention im Bundeshaushalt gekürzt wurden. Die Definition von Zielen und die Messung der Zielerreichung seien ebenfalls wichtige Aspekte, so Dr. Julian Witte, der an der Entwicklung eines bundesweiten Präventionsindexes mitwirkte.