Pfizer plant Abgabe seines Haleon-Anteils
Pfizer kündigte an, seinen Anteil am Konsumgüterunternehmen Haleon, das aus der Abspaltung des Geschäftsbereichs von GSK entsteht, abgeben zu wollen. Haleon wird im Juli an der Londoner Börse notiert.
NEW YORK – Der Pharmakonzern Pfizer Inc. hat am Mittwoch angekündigt, seinen Anteil am Unternehmen Haleon plc abgeben zu wollen. Haleon ist ein neu gegründetes, unabhängiges Unternehmen, das aus der Abspaltung des Konsumgütergeschäfts von GSK plc hervorgeht. Nach der erwarteten Börsennotierung von Haleon an der London Stock Exchange im Juli 2022 wird Pfizer voraussichtlich noch 32 Prozent der Anteile halten.
Der Pharmariese beabsichtigt, diese Beteiligung "diszipliniert" zu veräußern, um den Wert für seine Aktionäre zu maximieren. Dieser Schritt passt zu Pfizers Strategie, sich auf sein Kerngeschäft mit innovativen Medikamenten und Impfstoffen zu konzentrieren.
Haleon entstand 2019 als Joint Venture, das die Konsumgütergeschäfte von Pfizer und GSK zusammenführte. Ursprünglich hielt Pfizer einen Anteil von 32 Prozent und GSK 68 Prozent. Im Rahmen der Abspaltung wird GSK voraussichtlich rund 80 Prozent seiner Anteile an seine Aktionäre verteilen und selbst etwa 13,6 Prozent behalten.
Haleon plant zudem die Notierung von American Depositary Shares (ADSs) an der New York Stock Exchange. Zwei Vertreter von Pfizer sollen nach Abschluss der Abspaltung in den Aufsichtsrat von Haleon berufen werden. Pfizer wird bei dieser Transaktion von Morgan Stanley & Co. LLC und Guggenheim Securities, LLC als Finanzberater unterstützt.