Pfizer zieht Sichelzell-Medikament Oxbryta weltweit zurück
Pfizer Inc. zieht freiwillig alle Chargen seines Sichelzell-Therapeutikums Oxbryta® (Voxelotor) weltweit zurück, da der Nutzen die Risiken nicht mehr überwiegt. Laufende klinische Studien und Programme werden ebenfalls eingestellt.

Der Pharmakonzern Pfizer Inc. hat angekündigt, alle Chargen seines Medikaments Oxbryta® (Voxelotor) zur Behandlung der Sichelzellkrankheit (SCD) weltweit freiwillig vom Markt zu nehmen. Das Unternehmen wird auch alle laufenden klinischen Studien und Programme zur erweiterten Nutzung des Medikaments einstellen.
Die Entscheidung basiert nach Angaben von Pfizer auf einer umfassenden Auswertung klinischer Daten. Diese deuten darauf hin, dass der Nutzen von Oxbryta für die zugelassene Patientenpopulation die damit verbundenen Risiken nicht mehr überwiegt. Konkret wurden Daten identifiziert, die auf ein Ungleichgewicht bei vaso-okklusiven Krisen und tödlichen Ereignissen hindeuten, was eine weitere Untersuchung erfordert.
Pfizer hat die Zulassungsbehörden über die Ergebnisse und seinen Entschluss informiert. "Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Patienten stehen für Pfizer an erster Stelle", erklärte Aida Habtezion, Chief Medical Officer von Pfizer. Sie fügte hinzu, dass die Sichelzellkrankheit eine sehr ernste und schwer zu behandelnde Erkrankung mit begrenzten Therapieoptionen sei.
Das Unternehmen rät Patienten, sich mit ihren Ärzten zu beraten, um alternative Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen, während Pfizer die Daten weiter analysiert. Pfizer erwartet keine Auswirkungen dieses Rückrufs auf die Finanzprognose für das Gesamtjahr 2024.