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Gesundheit

Pharma Deutschland kritisiert Sparvorschläge im Gesundheitsausschuss

Pharma Deutschland kritisiert im Gesundheitsausschuss geplante Sparmaßnahmen bei Zytostatika und DiGA. Der Verband befürchtet negative Folgen für Versorgung und Innovation.

9. Oktober 2026
Pharma Deutschland kritisiert Sparvorschläge im Gesundheitsausschuss

Berlin – Pharma Deutschland e.V. hat auf die Kritik an den im Gesundheitsausschuss diskutierten Sparvorschlägen hingewiesen. Insbesondere die geplante Wiedereinführung von Zytostatika-Ausschreibungen und zusätzliche Vergütungsabschläge für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) stehen im Fokus der Kritik. Der Verband bemängelt, dass die Vorschläge die Risiken für etablierte Versorgungsabläufe in der Krebstherapie sowie die Folgen für digitale Therapien nicht ausreichend berücksichtigen.

Bei Zytostatika sieht Pharma Deutschland bekannte Versorgungsrisiken ungelöst und lehnt die Forderung der Krankenkassen nach erneuten Ausschreibungen ab. Dies würde nach Ansicht des Verbandes einen Fehler wiederholen, den der Gesetzgeber 2017 korrigiert hatte, um die freie Apothekenwahl und eingespielte Abläufe zu schützen. Für DiGA wird ein geplanter pauschaler Vergütungsabschlag abgelehnt, der auf einer starren Abbruchquote basiert und den nachgewiesenen medizinischen Nutzen abwerten würde.

"Die beiden Vorschläge stehen für eine kurzsichtige Sparpolitik, die sowohl die Versorgungsqualität der Gesundheitsinfrastruktur als auch die Pharmaunternehmen am Standort Deutschland schwächt", sagte Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland. Sie betonte, dass eine nachhaltige Stabilisierung der GKV-Finanzen Reformen benötige, die Wirtschaftlichkeit mit verlässlicher Versorgung verbinden.

Pharma Deutschland fordert die Streichung beider Regelungen aus dem Änderungspaket. Die Qualität und Verlässlichkeit der Versorgung müssten der zentrale gesundheitspolitische Maßstab bleiben, anstatt Patienten durch kurzsichtige Sparmaßnahmen zu belasten.

Originalquelle: pharmadeutschland.de