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Gesundheit

Astellas kritisiert geplante Anpassung des Herstellerabschlags

Dominik Rosz von Astellas äußert Bedenken bezüglich des deutschen Entwurfs eines "dynamischen Herstellerabschlags", den er als mathematisch und politisch unsinnig bezeichnet und der die Arzneimittelversorgung von Patienten gefährden könnte.

14. Oktober 2026
Astellas kritisiert geplante Anpassung des Herstellerabschlags

Dominik Rosz, Lead Pricing and Access Strategy beim Pharmaunternehmen Astellas, hat den Entwurf der deutschen Bundesregierung für einen neuen "dynamischen Herstellerabschlag" im Rahmen eines Sparpakets für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kritisiert. Rosz zufolge zielt die vorgesehene Berechnungsmethode darauf ab, den verpflichtenden Rabatt künstlich und langfristig in die Höhe zu treiben.

Rosz warnt, dass das neue Modell Deutschland als Standort für die Einführung neuer Medikamente unattraktiver machen wird. Er glaubt, dass dies einen der wenigen wachsenden Industriesektoren Deutschlands beeinträchtigen und das Wirtschaftswachstum verlangsamen könnte.

"Die vorgeschlagene Berechnung ist fehlerhaft und führt zu einer unangemessenen Erhöhung des Rabatts", erklärte Rosz. "Sie koppelt das Umsatzwachstum der Pharmaindustrie indirekt an das allgemeine Wirtschaftswachstum in Deutschland, was im Widerspruch zur Natur der Branche steht, die traditionell auch in Krisenzeiten die Wirtschaft gestärkt hat."

Rosz äußerte die Sorge, dass die politischen Entscheidungsträger die Komplexität des Gesetzesentwurfs und seine tatsächlichen Folgen nicht verstanden haben. Er glaubt, dass das Modell nicht nur Investitionen in Deutschland gefährden, sondern auch die Arzneimittelversorgung in der gesamten Europäischen Union beeinträchtigen könnte. Er appelliert an die Regierung, ihre Entscheidung zu überdenken.

Originalquelle: pharma-fakten.de