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Gesundheit

Apothekerverband warnt vor Arzneimittelengpässen nach Ostern

Der Deutsche Apothekerverband ABDA warnt vor einer Verschärfung der Arzneimittelknappheit nach Ostern, wenn pandemiebedingte Sonderregelungen auslaufen.

12. Juni 2026
Apothekerverband warnt vor Arzneimittelengpässen nach Ostern

Der Deutsche Apothekerverband (ABDA) warnt vor einer drohenden Verschärfung der Arzneimittelversorgung in Deutschland nach Ostern 2023. Grund dafür ist das Auslaufen der sogenannten SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung am 7. April. Diese Verordnung hatte Apothekern während der Corona-Pandemie erweiterte Handlungsspielräume eingeräumt, um die Versorgung trotz Lieferengpässen sicherzustellen.

Laut ABDA entsteht nach dem Auslaufen der Verordnung eine regulatorische Lücke, die die Arzneimittelversorgung akut gefährdet. Der Verband hat angekündigt, als Reaktion darauf politische Protestaktionen zu planen. Die Lieferengpässe bei lebenswichtigen Medikamenten seien bereits jetzt ein großes Ärgernis im Apothekenalltag und die Tendenz sei steigend.

Die ABDA hat zudem Kritik am Bundestag geäußert, da aus Sicht des Verbandes nicht ausreichend Maßnahmen ergriffen wurden, um das drohende Versorgungschaos abzuwenden. Auch wenn die Ausnahmeregelungen zur Sicherstellung der Versorgung verlängert wurden, fordert die ABDA weiterhin Nachbesserungen, um die Lieferfähigkeit von Medikamenten, insbesondere von Generika, langfristig zu gewährleisten.

Die Zeit nach Ostern könnte somit erhebliche Herausforderungen für das deutsche Gesundheitssystem mit sich bringen, falls die regulatorischen Lücken nicht zeitnah durch geeignete Maßnahmen geschlossen werden. Die Apotheker betonten ihre zentrale Rolle bei der Sicherstellung der Medikamentenversorgung der Bevölkerung.

Originalquelle: abda.de