Apotheker in NRW protestieren gegen geplante Reform und Leistungskürzungen
Apothekerkammer und -verband Nordrhein haben eine Regionalkonferenz in Köln gestartet, um gegen die geplante Apothekenreform des Bundesgesundheitsministeriums zu protestieren. Die Teilnehmer fordern die Stärkung derapotheken und kritisieren geplante Leistungskürzungen.

Unter dem Motto „Patientenversorgung gefährdet: Die geplante Apothekenreform im Fokus“ starteten die Apothekerinnen und Apotheker in Nordrhein vor wenigen Tagen eine Serie von Regionalkonferenzen in Köln. Die Veranstaltungen, organisiert von der Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) und dem Apothekerverband Nordrhein (AVNR), richten sich gegen geplante Leistungskürzungen und einen Entwurf zur Reform des Apothekengesetzes.
Neben zahlreichen Apothekern nahmen auch Experten aus dem Gesundheitswesen und Politiker an der Auftaktveranstaltung teil. Unter den Gästen war Dr. Georg Kippels (CDU), Obmann seiner Fraktion und Berichterstatter für Arzneimittel und Apotheken im Bundestag und Gesundheitsausschuss. Auch Sabine Härter von der Deutschen Diabetes-Hilfe, Kölns Bürgermeister Dr. Ralph Elster und Dr. Oliver Funken vom Bundesvorstand des Hausärzteverbandes sprachen sich für die Stärkung derapotheken aus.
Die Hauptkritik richtet sich gegen den Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums, der unter anderem vorsieht, dass Apotheken künftig auch ohne die persönliche Anwesenheit von Apothekerinnen und Apothekern betrieben werden könnten. Dies wird von den Verbänden als Gefahr für die Patientensicherheit und die flächendeckende Versorgung angesehen. Die Apotheker befürchten erhebliche Leistungskürzungen.
Die Regionalkonferenzen sollen die öffentliche Aufmerksamkeit auf die drohenden Folgen der Reform lenken und politischen Entscheidungsträgern die Bedenken der Apothekerschaft vermitteln. Man fordert eine Stärkung derapotheken und deren betriebswirtschaftliche Situation anstelle von Kürzungen.