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ABDA kritisiert Lauterbachs Aussagen zu Apothekenhonorar

Der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Dr. Hans-Peter Hubmann, hat Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zur Vergütung von Apotheken scharf zurückgewiesen und auf wirtschaftliche Probleme hingewiesen.

17. Juni 2026
ABDA kritisiert Lauterbachs Aussagen zu Apothekenhonorar

Berlin – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat am 14. September 2023 die Aussagen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zur Vergütung von Apotheken scharf kritisiert. Die vom Minister im „Morgenmagazin“ getätigten Bemerkungen zur Apothekenvergütung wies DAV-Vorsitzender Dr. Hans-Peter Hubmann entschieden zurück.

Hubmann räumte zwar ein, dass die jüngsten Bemühungen zur Verbesserung der Versorgung von Kindern wichtig seien und die Apotheker mehr Entscheidungsfreiheit erhalten sollten. Er begrüßte, dass der Minister die pharmazeutische Kompetenz der Apotheker öffentlich anerkannt habe.

Mit großer Verwunderung reagierten die Apotheker jedoch auf Lauterbachs Äußerungen zum Honorar. Hubmann betonte, dass das Apothekenhonorar seit fast elf Jahren nicht mehr angepasst wurde, und die Apotheken somit seit Jahrzehnten von der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung abgekoppelt seien. Diese Stagnation gefährde die flächendeckende Versorgung und führe zu einem Rückgang der Apothekendichte in Deutschland, was die Bundesregierung ignoriere.

Der DAV fordert die Bundesregierung auf, in eine hochwertige und flächendeckende Arzneimittelversorgung zu investieren und diese zu stabilisieren, anstatt nur Symptome eines angeschlagenen Systems zu behandeln. Die wirtschaftliche Schieflage der Apotheken sei alarmierend und müsse dringend behoben werden, um die Patientenversorgung sicherzustellen.

Originalquelle: abda.de