Fintech-Gigant PhonePe verzeichnet 279 Mio. € Verlust im GJ 2026
Der Nettoverlust des Fintech-Unternehmens PhonePe stieg im GJ 2026 um 62% auf 2.792 Crore Rupien, trotz eines Umsatzwachstums von 11,5 %. Das Unternehmen hat seine Börsengangspläne verschoben.

Der Fintech-Konzern PhonePe hat im Geschäftsjahr bis März 2026 einen Nettoverlust von 2.792 Crore Rupien ausgewiesen. Das entspricht einer Steigerung von 62 % gegenüber dem Vorjahr, als der Verlust 1.727,4 Crore Rupien betrug. Der operative Umsatz stieg im selben Zeitraum um 11,5 % auf 7.920,5 Crore Rupien.
Der Zuwachs des Verlusts wurde durch verschiedene Faktoren verursacht. Dazu zählen höhere Personalkosten, gesteigerte Marketingausgaben, Kosten für Mitarbeiteroptionen (ESOPs) sowie Einmaleffekte. PhonePe verbuchte eine Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 684,7 Crore Rupien im Zusammenhang mit der Übernahme des Indus Appstore. Zudem entstand ein Verlust von 364,7 Crore Rupien aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach der Schließung der E-Commerce-Plattform Pincode.
Die Gesamtausgaben des Unternehmens stiegen im GJ 2026 um mehr als 16 % auf 10.588,5 Crore Rupien. Die Aufwendungen für Mitarbeiterleistungen erhöhten sich um 11,6 % auf 4.386,1 Crore Rupien, wovon 2.390,5 Crore Rupien auf ESOPs entfielen. Die Ausgaben für Marketing und Verkaufsförderung verdoppelten sich nahezu auf 956 Crore Rupien, da das Unternehmen verstärkt auf Kundenakquise setzte.
PhonePe, der größte Anbieter von UPI-Zahlungsdiensten in Indien, hatte Pläne für einen Börsengang (IPO) eingereicht, diese jedoch aufgrund geopolitischer Spannungen und volatiler Marktbedingungen verschoben. Das Unternehmen wurde mit einer Bewertung zwischen 9 und 10,5 Milliarden US-Dollar gehandelt.
Trotz seiner Größe und Marktführerschaft bei UPI-Transaktionen hat PhonePe noch keine Profitabilität erreicht. Analysten betonen die Notwendigkeit, die Einnahmequellen über die reine Zahlungsabwicklung hinaus zu diversifizieren, insbesondere durch Merchant-Dienste und die Vermittlung von Finanzprodukten.