Mediziner: WM 2026 „mit Abstand klimaschädlichste WM"
Mediziner Eckart von Hirschhausen kritisiert die Fußball-WM 2026 wegen ihrer Klimawirkung und Gesundheitsrisiken durch extreme Hitze.

Der Mediziner und Klimaaktivist Eckart von Hirschhausen hat die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet, scharf kritisiert. In der MagentaTV-Sendung „Breakfast Club“ bezeichnete er das Turnier als „mit Abstand die klimaschädlichste WM, die es jemals gegeben hat“.
Hirschhausen begründete seine Einschätzung hauptsächlich mit den zahlreichen Flugreisen, die für die Austragung der Spiele quer durch die Länder notwendig seien. Er betonte die Notwendigkeit eines gesunden Planeten für den Fußball und sagte: „Guten Fußball gibt es nur auf einem gesunden Erdball.“
Zusätzlich zu den Umweltauswirkungen warnte Hirschhausen vor Gesundheitsgefahren durch die hohen Temperaturen. „14 von 16 Stadien sind Hitze-gefährdet.“ Er verwies auf Studien, nach denen bereits ab 28 Grad Celsius die Leistungsfähigkeit sinke. Dies beeinträchtige nicht nur die physische Kondition, sondern auch die kognitiven Fähigkeiten wie die Passgenauigkeit. Das Gehirn sei besonders hitzeempfindlich, was zu Aggressivität und Verhaltensänderungen führen könne.
Hirschhausen wies auch auf die Gefahren für die Zuschauer hin, da nicht alle Fans topfit seien und möglicherweise nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nähmen. Er riet davon ab, bei Hitze Alkohol zu trinken und empfahl stattdessen alkoholfreie Getränke wie Bier, um den Durst zu löschen, ohne den Kreislauf zusätzlich zu belasten.