Picus Security erläutert Visual Basic-Einsatz bei Cyberangriffen
Picus Security hat eine Analyse veröffentlicht, die beschreibt, wie Angreifer Visual Basic-basierte Sprachen wie VBA und VBScript zur Ausführung von Schadcode und zur Systemautomatisierung nutzen.

Das Cybersicherheitsunternehmen Picus Security hat eine detaillierte Analyse veröffentlicht, die den Einsatz von Visual Basic-basierten Sprachen bei Cyberangriffen untersucht. Die Analyse konzentriert sich auf die Technik T1059.005 des MITRE ATT&CK-Frameworks und beleuchtet, wie Angreifer Visual Basic, Visual Basic for Applications (VBA) und VBScript zur Ausführung von Schadcode und zur Automatisierung von Aktionen auf Systemen missbrauchen.
Visual Basic und seine Ableger wie VBA und VBScript sind weit verbreitete Programmiersprachen, die tief in Microsoft-Produkte und das Windows-Betriebssystem integriert sind. Diese Integration ermöglicht es Angreifern, Code auf eine Weise auszuführen, die sich mit normalen Systemaktivitäten vermischen kann. Insbesondere VBA-Makros in Microsoft Office-Dokumenten und VBScript werden häufig als initialer Ausführungspunkt für Angriffe verwendet, oft über Phishing-Nachrichten.
Der Bericht von Picus Security hebt Beispiele aus realen Angriffskampagnen hervor. Eine beispielhafte Kampagne nutzte VBScript, um bösartige Programme aus dem Web herunterzuladen und auszuführen, wobei Registrierungseinträge und Autostart-Ordner für Persistenz genutzt wurden. Eine andere Kampagne, "Void Banshee", setzte VBScript über eine Schwachstelle im Betriebssystem ein, um weitere schädliche Skripte herunterzuladen und auszuführen.
Der Bericht betont, dass Angreifer diese Skriptsprachen vielseitig in verschiedenen Angriffsphasen einsetzen, einschließlich der Erlangung des initialen Zugangs, der Sicherstellung von Persistenz und der Durchführung nachfolgender bösartiger Aktivitäten, ohne auf externe Werkzeuge angewiesen zu sein. Effektive Erkennung und Abwehr erfordern kontinuierliche Bedrohungserkennung und robuste Sicherheitslösungen.