Pinglu-Kanal nimmt am 16. September den Schiffsverkehr auf
Chinas neuer Pinglu-Kanal, eine Wasserstraße, die das Binnenland mit dem Meer verbindet, wird am 16. September für den Verkehr freigegeben. Der Kanal verkürzt die Schifffahrtswege für die südwestlichen Regionen erheblich.

Der Pinglu-Kanal, eine neue und strategisch wichtige Wasserstraße in China, wird am 16. September für die Schifffahrt freigegeben. Der Kanal verbindet die großen Flüsse im Landesinneren der Provinz Guangxi mit den Küstengewässern des Golfs von Tonkin und bietet der südwestlichen Region Chinas die kürzeste und wirtschaftlichste Route zum Meer.
Mit einer Länge von 134,2 Kilometern ist der Kanal ein wichtiges Infrastrukturprojekt. Seine Fertigstellung wird die Schifffahrtsentfernung zum Meer um 560 Kilometer verkürzen und voraussichtlich 7 bis 15 Tage Transportzeit einsparen. Ziel ist es, eine effizientere und kostengünstigere Passage für Massengüter zu schaffen.
Die Bauarbeiten beinhalteten die Überwindung eines Höhenunterschieds von 65 Metern durch drei Schleusensysteme: Madao, Qishi und Qingnian. Insbesondere die Schleusenanlage Madao wird für ihre wassersparenden Eigenschaften und ihre Schlepphöhe von 29,6 Metern, vergleichbar mit einem zehnstöckigen Gebäude, hervorgehoben. Die Schleusenkammern sind groß genug, um mehrere 5.000-Tonnen-Schiffe gleichzeitig aufzunehmen.
Darüber hinaus weisen die Schleusen Madao und Qishi die weltweit schnellsten Schließ- und Öffnungsgeschwindigkeiten für wassersparende Schleusen auf. Der Pinglu-Kanal ist für Schiffe der 5.000-Tonnen-Klasse ausgelegt und repräsentiert einen hohen Standard für die Binnenschifffahrt. Der Bau erforderte erhebliche Erdbewegungen von etwa 315 Millionen Kubikmetern Material.