PJM-Kapazitätsauktion sichert 138.318 MW, bleibt jedoch unter Zuverlässigkeitsanforderung
PJM Interconnection sicherte in seiner Kapazitätsauktion 2028/2029 138.318 MW an Erzeugungskapazität. Die insgesamt beschaffte Kapazität blieb jedoch 6.831 MW unter der Zuverlässigkeitsanforderung des Systems.

PJM Interconnection, das das Großhandelsstromnetz für 13 Bundesstaaten und den District of Columbia verwaltet, hat die Ergebnisse seiner Basisausgleichsauktion 2028/2029 bekannt gegeben. Die Auktion sicherte 138.318 Megawatt (MW) an unbeanspruchter Kapazität, einschließlich Erzeugung und Lastmanagement, um den prognostizierten Strombedarf von über 67 Millionen Menschen zu decken.
Trotz der beschafften Kapazität liegt das insgesamt verfügbare Angebot mit 6.831 MW unter der Zuverlässigkeitsanforderung von PJM. Dieser Mangel bedeutet, dass das System mit geringeren Reserven und einem erhöhten Risiko betrieben werden könnte, den Spitzenlaststandard, der für ein Ereignis alle zehn Jahre gilt, nicht zu erfüllen. Obwohl dies keine Stromausfälle garantiert, deutet der Mangel auf eine engere betriebliche Marge für das Netz hin.
Der Preis für die Kapazität wurde auf die von der Federal Energy Regulatory Commission (FERC) genehmigte Obergrenze von 325 US-Dollar pro Megawatt-Tag (MW-Tag) festgelegt. Dies entspricht einem Rückgang von 2,5 % gegenüber dem Preis der vorherigen Auktion. Der Gesamtwert der in der Auktion geklärten Kapazität belief sich auf 16,4 Milliarden US-Dollar, wobei diese Zahl nicht die Gesamtkosten für die Verbraucher darstellt, da viele alternative Absicherungsmechanismen nutzen.
PJM-Präsident und CEO David Mills erklärte, dass die Stromnachfrage weiterhin schneller wächst als das Angebot. Die Organisation unternimmt mehrere Initiativen, um dieses Ungleichgewicht zu beheben, darunter die Straffung des Interkonnektions-Warteschlangens für neue Erzeugungsanlagen, die Planung einer "Backstop Procurement" zur Deckung kurzfristiger Engpässe und die Entwicklung neuer Rahmenbedingungen für die Verwaltung großer neuer Lasten wie Rechenzentren.