Plan International und 500 Organisationen fordern Waffenruhe im Gazastreifen
Plan International und über 500 weitere Organisationen aus 60 Ländern haben einen offenen Brief unterzeichnet, der einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel zur Verhinderung einer humanitären Katastrophe fordert.
Plan International und mehr als 500 weitere Organisationen aus 60 Ländern haben einen dringenden Aufruf zu einem sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel veröffentlicht. Der gemeinsame offene Brief vom 20. Oktober 2023 hebt die verheerenden Verluste an Menschenleben und die Zerstörung hervor, die sich in der Region ereignen.
Die Organisationen betonten die kritische humanitäre Situation im Gazastreifen, wo wesentliche Güter wie Wasser, Nahrungsmittel und medizinische Hilfsgüter aufgrund der Belagerung Berichten zufolge zur Neige gehen. Die UN hat vor schwerer Dehydrierung und möglichen Todesfällen, insbesondere bei Kindern, gewarnt. Berichte deuten auf massive Zerstörungen hin, die es den Palästinensern unmöglich machen, Sicherheit zu suchen.
"Die Ereignisse der letzten Woche haben uns an den Rand einer humanitären Katastrophe gebracht, und die Welt kann nicht länger warten zu handeln", heißt es in dem Brief. Die Unterzeichner fordern alle Staats- und Regierungschefs, den UN-Sicherheitsrat und die Akteure vor Ort auf, dem menschlichen Leben Priorität einzuräumen und die sofortige humanitäre Hilfe zu ermöglichen.
Die Forderungen beinhalten die ungehinderte Lieferung lebensrettender Hilfsgüter, die Freilassung aller zivilen Geiseln, den Schutz von humanitären Einrichtungen und Zivilisten im Gazastreifen, die Rücknahme von Evakuierungsanordnungen für Zivilisten und die Zulassung medizinischer Evakuierungen. Die Organisationen betonen, dass ein Waffenstillstand die einzige Option ist, um weitere zivile Opfer und eine großflächige humanitäre Krise abzuwenden.