📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Wissenschaft

Eisschmelze in Polarregionen beschleunigt sich: 12,5 Billionen Tonnen seit 1979 geschmolzen

Schätzungsweise 12,5 Billionen Tonnen Eis sind seit 1979 von den Gletschern Grönlands und der Antarktis geschmolzen, was zu einem Anstieg des Meeresspiegels und erhöhter Anfälligkeit von Küstenregionen führt.

16. September 2026
Eisschmelze in Polarregionen beschleunigt sich: 12,5 Billionen Tonnen seit 1979 geschmolzen

Etwa 12,5 Billionen Tonnen Eis sind seit 1979 von den Gletschern Grönlands und der Antarktis geschmolzen, so ein bedeutender wissenschaftlicher Bericht. Diese Eismenge würde ausreichen, um die kontinentalen Vereinigten Staaten mit einer 1,5 Meter tiefen Eisschicht zu bedecken.

Wissenschaftler berichten, dass eine sich erwärmende Erde das Abschmelzen der beiden großen Eisschilde des Planeten beschleunigt. Die in der Fachzeitschrift Scientific Data veröffentlichte Studie zeigt, dass etwa fünf Sechstel der Schmelze auf wärmeres Meerwasser zurückzuführen sind, das das Eis von unten und den Seiten erodiert, anstatt auf atmosphärische Erwärmung. Dieses Schmelzwasser hat den globalen Meeresspiegel um etwa 3,1 Zentimeter ansteigen lassen.

Die Forschung deckt einen klaren Trend zunehmender Eisverluste über Jahrzehnte hinweg auf, mit einer besonders signifikanten Beschleunigung in den 2010er Jahren. Obwohl es kurzfristige Schwankungen gab, zeigt die langfristige Entwicklung eine anhaltende Beschleunigung. Wissenschaftler führen diesen Trend direkt auf den Klimawandel zurück.

Forscher äußern Besorgnis über die beschleunigten Schmelzraten und ihre potenziellen Folgen, einschließlich der Instabilität der Eisschilde und des Risikos, irreversible 'Kipppunkte' auszulösen. Sie weisen darauf hin, dass sich die Auswirkungen des Klimawandels auf die Eisschilde mit einer Verzögerung von Jahrzehnten manifestieren, was bedeutet, dass das Abschmelzen auch dann noch anhalten wird, wenn die globale Erwärmung gestoppt würde.

Die internationale Studie nutzte Daten aus 45 unabhängigen Erhebungen und 27 Satelliten, um die Eisvolumenveränderungen seit 1979 umfassend zu analysieren. Die Ergebnisse bestätigen einen klaren und alarmierenden Trend des Eisverlusts, der eine erhebliche Bedrohung für Küstenregionen weltweit darstellt.

Originalquelle: fastcompany.com