Polestar zieht sich aus USA zurück, Besitzer fürchten Wertverlust
Der Elektroautohersteller Polestar stellt seine Aktivitäten in den USA ein. Kunden sorgen sich um den Wiederverkaufswert ihrer Fahrzeuge und die langfristige Serviceversorgung.

Der schwedische Elektroautohersteller Polestar hat beschlossen, den US-Markt zu verlassen. Wie das Technologieportal The Verge berichtete, sind Einschränkungen durch die US-Regierung und eine unzureichende Rentabilität des lokalen Geschäfts die Ursachen für diese Entscheidung.
Das Unternehmen versicherte, dass es weiterhin seinen Garantiepflichten nachkommen und Servicedienstleistungen für bestehende Fahrzeuge anbieten wird. Auch der Verkauf der verbleibenden Lagerbestände von Polestar 3 und Polestar 4 wird fortgesetzt. Die Ankündigung hat jedoch bei Fahrzeughaltern und Händlern für Unmut und Besorgnis gesorgt.
Ein Besitzer eines Polestar 2 im Bundesstaat Washington zeigte sich schockiert über die Nachricht. Er hatte kürzlich ein gebrauchtes Fahrzeug erworben und befürchtet nun einen erheblichen Wertverlust. "Es fühlt sich an, als wären wir die Dummen. Das Auto ist plötzlich nichts mehr wert, und es gibt keine Entschädigung", sagte der Besitzer.
Matthew Haiken, Geschäftsführer eines Autohändlers in New Jersey, vertraut darauf, dass Polestar seine Serviceverpflichtungen einhält, räumte jedoch die Unsicherheit ein. "Wir können zu diesem Zeitpunkt nur darauf vertrauen, dass Polestar seine Garantie- und Serviceversprechen einhält. Wir hätten ein besseres Ergebnis verdient. Dies ist das erste Mal, dass uns jemand sagt, es sei nicht unsere Schuld, sondern eine Regierungsentscheidung. Daher sind wir nun in einer sehr prekären Lage", so Haiken.
Der Rückzug von Polestar aus den USA unterstreicht die Schwierigkeiten von E-Auto-Herstellern bei der Navigierung regulatorischer Rahmenbedingungen und Marktökonomien in wichtigen globalen Regionen.