Polizei korrigiert Darstellung nach Hundeschuss
Die Polizei in Ludwigshafen hat ihre ursprüngliche Mitteilung zu einem Hundeschuss korrigiert. Zunächst wurde ein angeblich gefährlicher Hund erschossen und sein Besitzer als gesuchter Täter dargestellt. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Chihuahua handelte und der Mann nicht der Gesuchte war.
Die Polizei in Ludwigshafen musste ihre ursprüngliche Pressemitteilung zu einem Vorfall vom Samstagabend korrigieren, bei dem ein Hund erschossen wurde. Zunächst hatte die Polizei mitgeteilt, sie habe einen "gefährlichen" Hund erschossen, dessen Halter geflüchtet sei. Später räumte die Polizei ein, dass es sich um einen Chihuahua handelte und der Mann nicht der gesuchte Täter war.
Laut der ersten Meldung habe ein Polizist den Hund auf einem Parkplatz erschossen, da dieser sich während einer Kontrolle "auf die Einsatzkräfte zubewegte". Der Mann, der mit dem Hund spazieren war, wurde festgenommen. Die Polizei hatte ein Strafverfahren wegen Bedrohung mit einer Schusswaffe und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Zwei Tage später folgte eine korrigierte Mitteilung. Darin wurde klargestellt, dass es sich bei dem erschossenen Tier um einen kleinen Chihuahua handelte. Zudem war der festgenommene Mann nicht der Gesuchte, der zuvor in einem Lokal einen Mitarbeiter mit einer Schusswaffe bedroht haben soll. Die Polizei schilderte den Schusswaffengebrauch nun als Maßnahme "aus Eigensicherungsgründen" unter Vorhalt der Dienstwaffe.
Der Vorfall löste in sozialen Medien heftige Kritik aus. Die Polizei in Ludwigshafen sieht sich Forderungen nach einer lückenlosen Aufklärung und einer vorläufigen Suspendierung des beteiligten Beamten gegenüber. Eine interne Untersuchung ist laut Polizei im Gange. Der Mann, der den Gaststättenmitarbeiter bedroht haben soll, wird weiterhin gesucht.