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Bauwesen

PORR AG saniert kontaminierten Fabrikstandort in Rum

PORR AG schloss 2011-2014 eine umfassende Sanierung von Boden und Grundwasser auf dem Gelände der ehemaligen Rum-Teerpappenfabrik ab. Der Standort war mit Teerprodukten und Mineralölen kontaminiert.

15. Juni 2026
PORR AG saniert kontaminierten Fabrikstandort in Rum

Das Bauunternehmen PORR AG hat ein bedeutendes Umweltsanierungsprojekt in Innsbruck, Österreich, abgeschlossen. Das zwischen 2011 und 2014 durchgeführte Projekt konzentrierte sich auf die Sanierung des alten Fabrikgeländes der T5 Rum Teerpappenfabrik, das jahrzehntelang industriell genutzt wurde.

Die Fabrik, die hauptsächlich teerbasierte Produkte wie Teerpappe herstellte, betrieb von 1908 bis 1959 eine Destillationsanlage für Steinkohlenteeröl. Ab 1960 wurde Rohöl als Rohstoff verwendet. Diese industrielle Tätigkeit hinterließ etwa 1,5 Hektar Boden, der stark mit Teerprodukten und Mineralölen kontaminiert war. Insbesondere polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) an bestimmten Stellen hatten eine weiträumige Kontaminationsfahne im Grundwasser verursacht. Aufgrund seines Risikopotenzials wurde der Standort als Priorität 2 eingestuft.

Das Sanierungsprojekt umfasste mehrere Maßnahmen. Stark kontaminierter Boden („Hot Spots“) wurde hauptsächlich durch Austauschbohrungen und Wiederauffüllung entfernt. Zur Reinigung des Grundwassers wurde ein System mit Extraktionspumpen, Sandfiltern und Aktivkohlefiltern installiert. Das gereinigte Wasser wurde entweder für industrielle Kühlzwecke verwendet oder ins Grundwasser zurückgeführt. Zusätzlich wurde ein Pilotversuch mit einer „In-situ“-Methode zur Bodensanierung durchgeführt.

Die Sanierung beinhaltete auch einen Pilotversuch mit einer Heißwasser-Spülungsmethode für Bereiche, die nicht durch große Bohrungen zugänglich waren. Bei dem Versuch wurde erhitztes Wasser (bis zu 70°C) in den Boden injiziert, was die Mobilität der Schadstoffe erhöhte, sodass sie über Extraktionsbrunnen entfernt werden konnten. Diese Methode ist für einen kontinuierlichen Betrieb bis 2022 vorgesehen. Insgesamt wurden im Projekt über 200.000 Tonnen Boden und Bauschutt verarbeitet.

Originalquelle: porr-group.com