PORR AG steigt in Großbritannien mit Humber-Pipeline-Projekt ein
Die PORR AG beginnt mit einem Joint Venture für die Humber-Pipeline-Projekt in Großbritannien. Das Konsortium wird eine neue Hochdruckgasleitung unter dem Humber durch einen Tunnel planen und bauen.

Der österreichische Baukonzern PORR AG ist über ein Joint Venture mit Skanska UK und A.Hak in den britischen Markt eingetreten. Das Konsortium erhielt von National Grid den Auftrag für die Planung und den Bau einer Ersatzleitung für eine Hochdruckgasleitung unter dem Fluss Humber.
Das Projekt umfasst den Bau eines 5 Kilometer langen Tunnels, in dem eine einzelne 42-Zoll-Stahlrohrleitung verlegt wird. Diese ersetzt eine bestehende Pipeline, die auf dem Flussbett liegt. Die geschätzten Kosten für das dreijährige Projekt belaufen sich auf rund 150 Millionen GBP (ca. 186 Millionen EUR). Die Vergabe des Auftrags ist vorbehaltlich der im September 2016 erwarteten Baugenehmigung.
Die Humber-Pipeline ist ein wichtiger Bestandteil des nationalen britischen Gasfernleitungsnetzes. Die bestehende Pipeline ist durch Erosion des Flussbetts aufgrund von Gezeitenänderungen im Humber teilweise freigelegt worden. Die neue, im Tunnel verlegte Pipeline stellt eine langfristige und sichere Lösung für die Gasversorgung von Millionen von Kunden dar.
PORR-CEO Karl-Heinz Strauss bezeichnete den Zuschlag als bedeutendes Vertrauensvotum für die Kompetenz des Joint Ventures. „Die Humber Pipeline ist ein spannendes Großprojekt, das umfassendes Know-how und technische Expertise erfordert. Die nötigen Kompetenzen sind in unserem Joint Venture perfekt gebündelt“, erklärte Strauss. Er hob hervor, dass dies das erste Projekt von PORR in Großbritannien sei und die Strategie des Unternehmens, mit starken lokalen Partnern zusammenzuarbeiten, verstärke.