PORR errichtet Produktionshalle für E-Fahrzeuge in München
Das Bauunternehmen PORR AG hat den Auftrag für den Abbruch und Neubau von Teilen des BMW-Werks in München erhalten. Das Projekt umfasst den Abriss einer bestehenden Produktionshalle und den Bau einer neuen Fertigungsstätte für Elektrofahrzeuge.

Die österreichische PORR AG hat den Zuschlag für den Abbruch und Neubau von Teilen des BMW Group Werks in München erhalten. Die Arbeiten umfassen die Demontage der bestehenden Motorenproduktion und den Bau einer neuen Halle für die Montage von vollelektrischen Fahrzeugen im Rahmen der "New Class" Initiative von BMW. Die neue Halle wird eine Bruttogrundfläche von rund 150.000 Quadratmetern umfassen.
Das Bauvorhaben wird unter besonderen Herausforderungen durchgeführt, da die Fahrzeugproduktion und die Werkslogistik während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten bleiben. Die bestehende Halle wird schrittweise abgebaut, während die neue Halle auf der freiwerdenden Fläche errichtet wird. PORR-CEO Karl-Heinz Strauss bezeichnete das Projekt als eines der anspruchsvollsten in der über 150-jährigen Geschichte des Unternehmens.
Eine wesentliche Herausforderung stellt die räumliche Enge des im Münchner Stadtzentrum gelegenen Werks dar. Um Produktionsunterbrechungen zu vermeiden, wird das gesamte Bauprojekt nach den Prinzipien des Lean Construction umgesetzt und mittels BIM (Building Information Modeling) simuliert. Der Abbruch beginnt im Februar 2024, die Fertigstellung der neuen Produktionshalle ist für November 2026 geplant.
PORR wird für dieses komplexe Projekt gebündelte internen Fachkenntnisse nutzen und dabei mehrere Tochtergesellschaften sowie externe Partner einbeziehen, um die Planungs-, Abbruch- und Bauphasen zu bewältigen.