📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Gesundheit

Post-Vac-Syndrom: Seltene Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen

Seltene Post-Vac-Syndrom-Beschwerden können nach Corona-Schutzimpfungen auftreten. Insbesondere junge, sportliche Frauen sind betroffen. Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten werden erforscht.

24. Juni 2026
Post-Vac-Syndrom: Seltene Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen

Nach der Impfung gegen COVID-19 können in seltenen Fällen Beschwerden auftreten, die als Post-Vac-Syndrom zusammengefasst werden. Ähnliche Reaktionen sind auch von anderen Impfungen bekannt, treten jedoch nach den Corona-Impfungen aufgrund der hohen Impfquote besonders in Erscheinung.

Das Risiko schwerer Nebenwirkungen nach einer durchgemachten COVID-19-Erkrankung ist laut Studien deutlich höher als nach einer Impfung. Die Inzidenz des Post-Vac-Syndroms wird auf 0,01 bis 0,02 Prozent aller Impfungen geschätzt. Experten gehen davon aus, dass Betroffene bei einer Infektion ähnlichere oder gravierendere Symptome entwickelt hätten.

Medizinische Beobachtungen deuten darauf hin, dass junge, sportliche Frauen überdurchschnittlich häufig vom Post-Vac-Syndrom betroffen sind. Die einzige spezialisierte Ambulanz für Post-Vac-Syndrom an der Uniklinik Marburg verzeichnete zahlreiche junge Patientinnen mit unerklärlichen Kreislaufstörungen. Zu den Symptomen zählen Schwankungen des Blutdrucks, Herzrasen, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.

Die genauen Ursachen des Post-Vac-Syndroms sind noch unklar und Gegenstand aktueller Forschung. Theorien beinhalten eine mögliche Überforderung des Herz-Kreislauf-Systems oder Autoimmunreaktionen, bei denen das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Behandlungsansätze wie die Immunapherese, eine Art Blutreinigung, werden erforscht, um krankheitsfördernde Immunbestandteile zu entfernen.

Die Corona-Schutzimpfung gilt nach wie vor als hochwirksame und vergleichsweise sichere Maßnahme im Vergleich zur Infektion. Angesichts der seltenen, aber teils langwierigen Nebenwirkungen fordern Experten die Ausweitung von Forschungskapazitäten und spezialisierten Praxen zur Versorgung und Beratung betroffener Personen.

Originalquelle: ndr.de