POTS: Was steckt hinter dem Posturalen Tachykardiesyndrom?
Das Posturale Tachykardiesyndrom (POTS) betrifft schätzungsweise 166.000 Menschen in Deutschland. Die Störung des autonomen Nervensystems verursacht Symptome vor allem im aufrechten Zustand.

POTS: Was steckt hinter dem Posturalen Tachykardiesyndrom?
Das Posturale Tachykardiesyndrom (POTS) ist eine Erkrankung des autonomen Nervensystems. In Deutschland sind schätzungsweise 0,2 Prozent der Bevölkerung betroffen, was rund 166.000 Menschen entspricht. Die Dunkelziffer könnte jedoch höher liegen.
Ursachen und Auslöser POTS tritt häufig nach viralen Infektionen auf und ist auch als Symptom von Long Covid bekannt geworden. Andere Auslöser können Unfälle, schwere Operationen oder eine Schwangerschaft sein.
Was ist POTS? POTS fällt unter den Oberbegriff Dysautonomie, der Beeinträchtigungen des autonomen Nervensystems beschreibt. Dieses System steuert unwillkürliche Körperfunktionen wie Atmung, Verdauung und Herzfrequenz. Bei POTS kann der Körper den Kreislauf nicht ausreichend an die aufrechte Position (Orthostase) anpassen, was zu einer sogenannten orthostatischen Intoleranz führt. Dies äußert sich typischerweise durch eine deutliche Beschleunigung der Herzfrequenz, Benommenheit und Schwindelgefühle beim Aufstehen.
Symptome Das Hauptsymptom von POTS ist eine Kreislaufschwäche in sitzender und stehender Position. Dies kann sich durch Herzrasen, Schwindel, Kopfschmerzen, Schwarzwerden vor Augen und gelegentliche Bewusstseinsverluste äußern. Ein Kennzeichen ist eine deutliche Erhöhung der Herzfrequenz um mehr als 30 Schläge pro Minute beim Wechsel vom Liegen zum Stehen, was durch Tests wie den Schellong-Test nachgewiesen wird. Weitere mögliche Beschwerden umfassen Konzentrationsstörungen, Muskelschmerzen, geringe Belastbarkeit, Zittern, Müdigkeit und Magenbeschwerden.