📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Gesundheit

Präzisionsonkologie: Nächster Schritt im Kampf gegen Krebs

Die Präzisionsonkologie bietet personalisierte Behandlungen durch Analyse des molekularen Profils von Tumoren. Ein erster tumorspezifischer Wirkstoff wurde zugelassen, was einen neuen Ansatz darstellt.

18. Oktober 2026
Präzisionsonkologie: Nächster Schritt im Kampf gegen Krebs

Die Präzisionsonkologie etabliert sich als ein bedeutendes neues Feld im Kampf gegen Krebserkrankungen. Dieser Therapieansatz zielt darauf ab, jedem Krebspatienten eine individuell zugeschnittene Behandlung anzubieten, die auf umfassenden molekularen, zellulären und funktionellen Analysen des Tumors des Patienten basiert.

Als Vorreiter in diesem neuen Bereich wurde kürzlich ein erster sogenannter tumorspezifischer Wirkstoff zugelassen. Diese Substanzen zielen auf spezifische Signalwege ab, unabhängig von der Ursprungsart des Krebses, wie Brust- oder Leberkrebs. Dies bricht mit der bisherigen Annahme, dass der Ort des Tumors sein primäres Merkmal ist.

Professor Thomas Seufferlein vom Universitätsklinikum Ulm betont die zentrale Rolle der molekularen Diagnostik. "Wir benötigen die molekulare Diagnostik, um zu bestimmen, welche Therapie in einem Einzelfall angewendet werden sollte", erklärt Seufferlein. Er erwartet, dass blutbasierte Diagnostik in Zukunft bei der Krebsbehandlung eine zunehmend wichtigere Rolle spielen wird.

Die Präzisionsonkologie stellt einen Fortschritt hin zu einer individualisierteren Krebsbehandlung dar. Während sich aktuelle Diagnostiken auf genetische Veränderungen konzentrieren, liegt das ultimative Ziel darin, optimale Wirksamkeit bei minimalen Nebenwirkungen für den einzelnen Patienten zu erreichen.

Onkologen sollten die Einleitung molekularer Diagnostik in Erwägung ziehen, insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen, gutem Allgemeinzustand und bei denen keine weiteren etablierten Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Die molekulare Tumorcharakterisierung kann auch bei schwer behandelbaren Krebsarten, wie Bauchspeicheldrüsenkrebs, neue Therapiewege aufzeigen.

Originalquelle: pharma-fakten.de