Präsidentschaftswahlen beeinflussen quantitative Faktoren
Man Groups Analyse untersucht die historischen Auswirkungen von US-Präsidentschaftswahlen auf Aktienmarktrenditen und Volatilität durch quantitative Faktoren.

Der Investmentkonzern Man Group PLC hat eine Analyse veröffentlicht, die untersucht, wie sich US-Präsidentschaftswahlen historisch auf quantitative Investmentfaktoren auswirken. Die Forschung deutet darauf hin, dass die Preisbewegungen sowohl branchenspezifischer als auch stilbasierter Faktoren in Wahljahren im Vergleich zu Nicht-Wahljahren typischerweise zunehmen.
Unter Verwendung seines MacroScope-Modells hat Man Group festgestellt, dass langfristig Faktoren wie die Gewinnrendite (Earnings Yield) und die Größe (Size) in Erwartung einer republikanischen Präsidentschaft oft besser abgeschnitten und während dieser unterdurchschnittlich performt haben. Erwartungen an einen demokratischen Sieg werden dagegen häufig mit einer Outperformance bei Momentum-, Wachstums- und technologiebezogenen Faktoren in Verbindung gebracht.
Die Studie, die US-Präsidentschaftswahlen von 1996 bis 2020 abdeckt, legt nahe, dass Sektoren, die empfindlich auf politische und regulatorische Änderungen reagieren, wie Halbleiter und Internetsoftware, tendenziell vor den Wahlen unterdurchschnittlich abschneiden. Branchen wie Biotechnologie und Pharmazie haben jedoch oft eine stärkere Leistung gezeigt.
Die aktuelle Einschätzung von Man Group deutet darauf hin, dass Momentum und Beta sowie die Sektoren Biotechnologie und Software-Dienstleistungen in der gegenwärtigen Wahlkampflandschaft bevorzugt werden. Das Unternehmen betont, dass systematische Risiko-Modellierung ein wertvolles Instrument zur Vorhersage von Renditen in Wahlkampfperioden ist.