Private-Equity-Firmen setzen auf operatives Value Creation angesichts geopolitischer Unsicherheiten
Private-Equity-Firmen konzentrieren sich verstärkt auf operative Verbesserungen zur Wertsteigerung, da geopolitische Schocks und längere Exit-Zeithorizonte die Dealmaking-Landschaft verändern.

Private-Equity-Firmen passen ihre Strategien zur Wertschöpfung an, beeinflusst durch die zunehmende geopolitische Volatilität, hohe Einstiegspressungen und verlängerte Exit-Zeiten im europäischen Markt. Laut einer aktuellen Umfrage von Alvarez & Marsal stellt die geopolitische Volatilität die größte Herausforderung für Wertschöpfung und Renditen dar.
Inmitten dieses herausfordernden Umfelds liegt der Fokus zunehmend auf operativen Verbesserungen zur Steigerung der EBITDA, anstatt auf Umsatzwachstum. Analysen von veräußerten PE-Investitionen zeigen, dass operative Margenverbesserungen im Jahr 2025 51 % des EBITDA-Wachstums ausmachten, während der Beitrag des Umsatzwachstums auf 49 % sank.
Angesichts längerer Verkaufsperioden greifen Fonds verstärkt auf den Sekundärmarkt und Continuation Funds zurück, um Liquidität zu sichern. Die Nutzung des Sekundärmarktes hat sich innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt, was auf eine strategische Abkehr von erzwungenen Verkäufen zu niedrigeren Bewertungen hindeutet.
Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt ebenfalls an Bedeutung. Eine Mehrheit der befragten Firmen nutzt KI für ihre Wertschöpfungsprogramme, zur Datenanalyse, operativen Effizienzsteigerung und Optimierung von Finanzfunktionen, um messbare Leistungsverbesserungen zu erzielen.