Promatix Biosciences stellt neue Zielentdeckungsplattform für Krebstherapien vor
Das Biotechnologieunternehmen Promatix Biosciences präsentierte auf der AACR 2026-Tagung seine neue proteomikgestützte Plattform zur Markierung von Krebszielen und zur Verbesserung der Sicherheit und Wirksamkeit von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) der nächsten Generation.
Promatix Biosciences, ein in London und Cambridge ansässiges Biotechnologieunternehmen, präsentierte auf der Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR) 2026 neue Daten, die seine proprietäre integrierte proteomikgestützte Entdeckungsplattform demonstrieren. Die Plattform identifiziert neuartige, tumorselektive Antigenpaare und erweitert damit signifikant den Zielraum für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) der nächsten Generation und adressiert eine zentrale Einschränkung in der Krebsmerkmal-Entwicklung: den Mangel an wirklich tumorselektiven Zielen.
Traditionell war die ADC-Entwicklung durch eine begrenzte Anzahl von Zielen eingeschränkt, die spezifisch für Krebszellen sind. Die Plattform von Promatix kombiniert die proteomische Profilerstellung TxPro mit der computergestützten Modellierung CipherPro zur Identifizierung komplementärer Antigenpaare. Durch den Einsatz von Logikgattern, bei denen die Bindung die Interaktion mit beiden Antigenen erfordert (ein "AND-Gate"-Mechanismus), zielt das Unternehmen darauf ab, die Selektivität für Tumorzellen zu verbessern, die Wirksamkeit zu erhöhen und die Toxizität zu reduzieren.
"Die Zielauswahl ist die kritische Engstelle in der ADC-Entwicklung, um sinnvolle Verbesserungen in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit zu erzielen", sagte Michael Hunter, CEO und Mitbegründer von Promatix. "Unsere integrierte Plattform ist darauf ausgelegt, diese Einschränkung durch einen systematischen, datengesteuerten Ansatz zu überwinden. Sie erweitert das Universum der gangbaren tumorselektiven Ziele erheblich im Vergleich zu herkömmlichen monospezifischen Ansätzen."
Das führende Programm des Unternehmens umfasst einen bispezifischen Kandidaten, der auf EGFR und EphA2 abzielt und für die Behandlung von kolorektalem Karzinom bestimmt ist. Die experimentelle Validierung dieses Kandidaten bestätigt die prädiktive Kraft der Plattform, indem sie logikgegatete bispezifische Modellierung in biologisch handlungsfähige Ziele umwandelt und den Weg für wirksamere und sicherere Krebsbehandlungen ebnet.